Was wäre, wenn Sie plötzlich für längere Zeit nicht mehr ansprechbar, nicht mehr erreichbar wären? Was hätte das für Ihre Lieben, Ihre Familie, für Ihre Arbeit zur Folge?
Leider ist niemand gegen Unglück gefeit. Ein Blick in die tägliche Presse genügt, um sich das vor Augen zu führen.
Schnell ist etwas passiert und das Leben ist nicht mehr so, wie es war. Und das betrifft nicht nur das eigene, sondern auch das jener Menschen im direkten Umfeld.
Wenn man beispielsweise aufgrund eines Unfalls für längere Zeit aus dem Alltag gerissen wird und auch nicht ansprechbar ist, so ist das auch eine ungemein belastende Situation für Ihre Familie, Ihre(n) Partner(in).
Wenn dann in dieser Extremsituation weitere Schwierigkeiten und Probleme resultierend durch Ihren Ausfall hinzukommen, wird die Belastung für Ihre Lieben noch größer.
Deshalb: Sorgen Sie vor! Das kann mit einem Notfallplan gelingen. In diesem (schriftlichen!) Notfallplan ist aufgelistet, was für Ihre Angehörigen in welcher Situation zu tun ist. Sollte ich beispielsweise durch einen Unfall für längere Zeit ausfallen und deshalb nicht ansprechbar sein, weiß meine Frau, wo sie den Notfallplan findet. Jeden Punkt auf der Liste haben wir gemeinsam durchgesprochen.
Nehmen Sie ein Blatt und einen Stift zur Hand. Natürlich können Sie auch ein Dokument am Computer anlegen. Nun lassen Sie sich Ihren Alltag durch den Kopf gehen, betrachten Sie Ihre Verpflichtungen, Ihre Aufgaben. Halten Sie vorerst in Stichworten fest, was Ihnen dazu einfällt.
Dazu habe ich einige Reflexionsfragen zusammengestellt, die Ihnen bei der Ausarbeitung helfen können:
Nach diesen Überlegungen halten Sie die erforderlichen Maßnahmen schriftlich fest – erstellen Sie also einen Notfallplan. Bei Bedarf können Sie auch für mehrere Personen jeweils einen eigenen anlegen, z. B. einen für Ihre Eltern, für Ihre(n) Lebenspartner(in), für Ihre Kinder, für den Geschäftspartner. (Für Unternehmer habe ich hier einige Tipps für einen Notfallplan.)
Gehen Sie diese Auflistung in einer ruhigen Stunde mit der entsprechenden Person durch, um noch eventuell offene Fragen zu klären und entsprechende Informationen zu ergänzen.
Halten Sie den Notfallplan stets aktuell! Werfen Sie in regelmäßigen Intervallen (z. B. halbjährlich) einen Blick auf die aufgelisteten Maßnahmen, ob sie noch aktuell sind, ob es etwas zu ergänzen gilt.
Nur durch eine solche Vorsorge können Sie vermeiden, dass die ohnehin schon schwierige Notsituation noch belastender für Ihre Angehörigen wird, sollten Sie mal für längere Zeit unerwartet ausfallen. Aber auch Sie selbst finden dann schneller in den Alltag zurück, wenn nicht Unmengen an Problemen und Schwierigkeiten warten, die sich aufgrund Ihrer Abwesenheit ergeben haben.
Zum Weiterlesen:
Schmökern Sie in weiteren Beiträgen zum Thema „Lebensgenuss & -vereinfachung“. Oder werfen Sie einen Blick auf das gesamte Themen-Menü.
Ich halte diese Erstellung und periodisch wiederkehreende Beschäftigung mit einem derartigen Notfallplan für gefährlich. Die Neurobiologie, Hirn- & Verhaltensforschung weiss, dass wir eben dies in unser Leben ziehen, womit wir uns, vor allem revolvierend, beschäftigen. Je mehr wir uns also mit einem “Notfall” beschäftigen, desto eher ziehen wir einen an. Der im JETZT LEBENde und VERTRAUENde weiss, dass jedes Problem, das daherkommt, auch seine Lösung mitbringt. VERTRAUEN und diese Gewissheit sind die optimale Einstellung für ein GANZheitlich GLÜCKvolles und ERFOLG-REICHes LEBEN…
Ich selber habe einen Notfallplan inclusive Patientenverfügung und lebe ganz nach dem Motto “carpe diem”. Ich bin sehr glücklich und würde – träte ein solcher Notfall jetzt ein – nicht sagen müssen: “Jetzt habe ich xy aufgeschoben und hätte so gerne z noch gemacht!”. Übrigens konnten wir gerade Anfang dieser Woche meiner Schwiegermutter, die eine transitorische Amnesie ( vorübergehender Gedächtnisverlust) hatte, dank einer entfernten Bekannten durch die auffindbare Telefonliste für den Notfall direkt beistehen.
Genau zu dieser Frage habe ich mir Gedanken gemacht. Ich habe hier eine Mappe für Privatpersonen und für Unternehmer entwickelt. Ich bin noch einen Schritt weiter gegangen und habe gesagt, Notfallmappe hat so ein wenig von “mach ich später” “wird schon jetzt nichts passieren” usw. So habe ich aus dieser Mappe eine Organisations-, Informations- und Notfallmappe gemacht. Diese ist für mich heute ein fast tägliches Arbeitsmittel.
Das sind sehr gute Tipps, die mich motivieren, meinen Notfallplan – den ich mal begonnen habe – endlich zu beenden.
Als Selbstständiger, dessen Geschäft zu 80% digital ist, ist es mir auch sehr wichtig vorzusorgen und den Angehören zu erklären, wie sie an alle Daten kommen.
Als Beispiel:
Meine Lebenspartnerin hat höchstens eine vage Vorstellung, bei welchen Banken meine Konten sind – umgekehrt übrigens auch. Nur: Bei mir liegen alle Dokumente digital vor. Da muss sie das Passwort für meinen Computer kennen und die Dateien überhaupt finden…