Zielplanung mit Mindmapping

Den Zweck und die Vorteile von Mindmapping habe ich hier bereits erläutert.

Nun beschreibe ich Ihnen, wie ich Mindmapping für die Zielplanung nutze. Für mich ist eine Mindmap das ideale Instrument für die Zielplanung. Gut, aber eins nach dem anderen.

Zuerst das Brainstorming

Wenn ich mir ein neues großes Ziel setze, ziehe ich mich für ein paar Stunden an einen Ort zurück, an dem ich ungestört bin und mich wohlfühle. Das kann in den warmen Monaten irgendwo in der Natur sein oder ich lege mich einfach gemütlich ins Bett.

Dann nehme ich einen Block und Stift zur Hand und notiere mir alles in Stichworten, was mir so in Bezug auf mein neues Ziel in den Kopf kommt. Maßnahmen auf den Weg zum Ziel, Ideen, Aufgaben, … Aber ohne eine Struktur bzw. Reihenfolge zu beachten. Ich schreibe einfach drauflos, bis mir dazu nichts mehr einfällt.

Dann lasse ich meine Notizen ruhen und lege meinen Block zur Seite. Ich kümmere mich nicht mehr darum, mache ganz was anderes. Ich schlafe eine Nacht darüber.

Über Nacht liefert mir mein Unterbewusstsein in der Regel weitere Ideen für mein Ziel, die ich in meinen Notizen ergänze.

In diesem Stadium habe ich dann meist ein bis zwei vollgekritzelte Notizblätter.

Und jetzt kommt das Mindmapping ins Spiel, denn es gilt, Struktur in die notierten Ideen und Maßnahmen zu bringen.

Die Mindmap bringt Übersichtlichkeit und Struktur

Ich habe ein kleines „Kämmerlein“, in dem mein Kleiderschrank untergebracht ist und wo ich mich umziehe. Und diesen Raum nutze ich auch für die Zielplanung.

Wenn ich also das erste Brainstorming-Stadium durchhabe, hefte ich einen großen Bogen Papier an die Wand meines Zielplanungsraumes.

In der Mitte notiere ich mein Ziel, nur ein bis zwei Schlüsselbegriffe. Unter diesem Begriff kommt noch das Datum, bis wann ich das Ziel erreicht haben will.

Dann nehme ich meine Brainstorming-Aufzeichnungen zur Hand und überlege mir aus den Notizen einige Überbegriffe. Diese „hefte“ ich mittels gezeichneten Ästen an meinen Ziel-Schlüsselbegriff in der Mitte. Nun bringe ich alle notierten Ideen und Maßnahmen über zusätzliche Äste an die Haupt- und Nebenäste an. Immer feiner wird die Verästelung.

So eine Mindmap sieht dann wie ein Baum in der Draufsicht aus. In der Mitte der Stamm, von dem mehrere Äste abzweigen und von diesen Hauptästen wiederum Nebenäste, dann weitere Äste.

Hier also meine neue Mindmap – mein Ziel habe ich auf dem Foto etwas „kaschiert“. :-)

mind mapping

Jeden Tag, wenn ich mich um- bzw. anziehe, sehe ich mein Ziel in Form der Mindmap groß vor Augen. Das motiviert mich unheimlich. Und immer wieder fällt mir etwas Neues zum Ziel ein, das ich dann auch gleich ergänze – ein Stift liegt bereit. So wächst mein Zielbaum fast täglich. Ich sage es immer:

Nichts fördert meine Kreativität mehr als eine Mindmap.

Von außen nach innen

Damit es aber nicht nur beim Planen bleibt, arbeite ich die aufgezeichneten Maßnahmen der Reihe nach ab. Von außen nach innen arbeite ich mich zum Kern vor. Habe ich eine Maßnahme erledigt, streiche ich sie auf der Mindmap durch.

Es bereitet mir Freude, wenn ich wieder etwas Erledigtes durchstreichen kann. Wenn ich also täglich einen Blick auf meine Mindmap werfe und dabei das Durchgestrichene sehe, wird mir stets bewusst, dass ich mich meinem Ziel nähere.

Übrigens: Vielleicht haben Sie sich gefragt, was die kleinere Zeichnung rechts unten in der obigen Darstellung zeigt. Das ist die „Mindmap“ von unserem kleinen Sohn – mittlerweile vier Jahre alt. Wenn ich wieder Mal an meinem „Baumbild“ arbeite, will er das natürlich auch. Seine „Zielplanung“ ist schon etwas progressiver – mit Luftballonen, Blumen, bunten Schnecken und Frau mit Stehfrisur. :-)

mind map

Zum Weiterlesen:

Kommentare

  • emina88

    Das finde ich einfach schön, dass auch gleich die Kinder gefördert werden. ;)
    Aber die Methode kenne ich gut und ich verwende sie auch, um schwere Entscheidungen zu treffen. ;)
    Da sind halt 2 Karten mit 2 Zielen und jenachdem, welche Karte mir besser gefällt,
    also mich mehr erfüllt, mir mehr zusagt, nach diesen Kriterien richtet sich auch meine Entscheidung. =)

    Tolle Idee, es an einem Ort zu hängen, wo man es jeden Tag als Motivation betrachten kann. =o)

    *ganz liebe Grüße*

    emina88 antworten

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