Der Begriff Messie wurde aus dem englischen Wort mess (Chaos, Unordnung, Schwierigkeit) abgeleitet.
Mit Messie werden Menschen bezeichnet, die an dem sogenannten „Vermüllungs-Syndrom“ leiden. Diese Menschen sammeln und horten in ihrer Wohnung unbrauchbare Gegenstände. Im Extremfall gibt es aufgrund der Anzahl der gehorteten Gegenstände nur noch kleine Gehwege in den Räumen. In weiterer Folge kommt es zu hygienischen Problemen bis die Wohnung selbst für den Messie unbewohnbar wird. Das führt dann oft zu Kündigungen und Zwangsräumungen.
Ein Messie kann in seinem Beruf oft ein sehr ordentlicher Mensch sein, häufig ein Perfektionist. In seinen „vier Wänden“ hingegen leidet er unter „Nicht-Wegwerfen-Können“ und hortet deshalb Gegenstände, bis es zur Vermüllung der Wohnung kommen kann. Deshalb auch der Begriff „Vermüllungs-Syndrom“.
Messies „überbewerten“ den Wert eines Gegenstandes. Sachen, die Mitmenschen wegschmeißen, werden von ihnen gesammelt. Für sie ist jeder Gegenstand noch brauchbar, der in den Augen anderer unnütz, beschädigt und deshalb unbrauchbar ist.
Die Ursachen für dieses Sammeln und Horten unbrauchbarer Gegenstände in der Wohnung können vielfältig sein. Um nur einige zu nennen:
Grundsätzlich kann einem Messie gut geholfen werden. Dafür muss aber die Bereitschaft des Messies vorhanden sein, sich helfen zu lassen, etwas zu ändern. Ist diese Bereitschaft nicht vorhanden, wird die angebotene Hilfe als Bedrohung gesehen.
Viele Betroffene nehmen die Hilfe eines Therapeuten in Anspruch, der die Ursachen dieser „Krankheit“ mit dem Betroffenen verarbeitet und die „angelernten Verhaltensweisen“ (Sammeln, Horten) langsam ändert.
In vielen Ländern gibt es Selbsthilfegruppen, die eine gute Anlaufstelle für Betroffene sind.
Im Internet gibt es viele Anlaufstellen. Diese haben den Vorteil, dass sich Betroffene hier anonym Hilfe holen können und mit anderen Betroffenen austauschen können:
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