Was Sie bei Kündigung beachten sollten

Wohl die meisten Arbeitnehmer haben im Laufe des Arbeitslebens eine Kündigung erfahren. Wenn auch Sie kündigen möchten – aus welchen Gründen auch immer – sollte diese Entscheidung gut überlegt sein.

Checkliste Eigenkündigung

Folgende Punkte sollten Sie bei der Eigenkündigung berücksichtigen:

  • Vor-/Nachteile analysieren

    Bevor Sie kündigen, sollten Sie alle daraus resultierenden Vor- und Nachteile analysieren. Zu oft passiert es, dass man aus einer vorgefallenen Situation heraus vorschnell kündigt, ohne die Konsequenzen berücksichtigt zu haben. Ist die Summe der Vorteile gegenüber jener der Nachteile größer bzw. die wenigen Vorteile zählen mehr, so ist eine Kündigung in der Regel eine gute Entscheidung.

  • Was kommt danach?

    Welche Chancen gibt es für Sie am Arbeitsmarkt, wie steht es aktuell mit dem Arbeitsmarkt? Auch wenn alles für eine Kündigung spricht, wenn man danach keine Stelle findet, ist es immer schwierig. Also ein Prüfen der Chancen sollte vor der Kündigung immer durchgeführt werden.

  • Kündigungsfrist beachten

    Die Kündigungsfrist ist der Zeitraum zwischen der Kündigung und dem tatsächlichen Ende des Arbeitsverhältnisses. Die Kündigungsfrist ist geregelt (Arbeitsvertrag, Kollektivvertrag etc.). Sollten Sie die Kündigungsfrist nicht einhalten wollen oder können, informieren Sie sich über die möglichen Vertragsstrafen.

  • Rückzahlungen von Weiterbildungskosten

    Eventuell kann der Arbeitgeber Rückzahlungen für Ausbildungsleistungen und Weiterbildungskosten geltend machen. Die entsprechende Regelung muss aber im Arbeitsvertrag oder durch eine Zusatzvereinbarung festgelegt sein.

  • Prüfen ausstehender Zahlungen

    Klären Sie, welche Zahlungen noch ausständig sind. Diese können sein: Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld etc. Aber Achtung: Eventuell kann es auch zu einer Rückzahlung einer bereits durch den Arbeitgeber geleisteten Auszahlung kommen. Auch hierfür ist ein genauer Blick in den Arbeitsvertrag erforderlich.

  • Konkurrenzübertritt

    In vielen Arbeitsverträgen gibt es eine Klausel, die verbietet, für die Konkurrenz tätig zu werden. Es wird also ausdrücklich verboten, dass der Arbeitnehmer zu einem mit dem bisherigen Arbeitgeber im Wettbewerb stehenden Unternehmen wechselt. Wird dieses Verbot ignoriert, kann es zu einer einstweiligen Verfügung kommen, mit dem die Arbeit beim neuen Arbeitgeber untersagt wird.

  • Informieren

    Manchmal kommt es auch vor, dass im Arbeitsvertrag Vereinbarungen getroffen wurden, die so gar nicht rechtens sind. Wenn Sie diesbezüglich Zweifel haben, lassen Sie Ihren Arbeitsvertrag beispielsweise von der Arbeiterkammer überprüfen. So können Sie sicher sein, dass Ihnen keine Nachteile aus nicht zulässigen Klauseln entstehen, wenn Sie selber kündigen.

  • Versuchen Sie es im Guten

    Auch wenn es bestimmte Situationen und Umstände nicht zulassen: Versuchen Sie „im Guten“ das Arbeitsverhältnis zu beenden. In den meisten Fällen braucht man zu einem späteren Zeitpunkt etwas vom ehemaligen Arbeitgeber. Hat man das Arbeitsverhältnis im Streit aufgelöst, so wird es immer schwierig, nochmals auf den ehemaligen Arbeitgeber zuzugehen.


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