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Schutz der Kinder vor Internetfallen – Hilfe und Anlaufstellen

Unsere Kinder wachsen heute mit Computer und Internet auf. Dass das Internet (nicht nur) für Kinder auch Gefahren birgt, ist hinlänglich bekannt.

Allerdings sind insbesondere Kindern diese Gefahren selten bewusst. Hier sind Eltern und Pädagogen gefordert, um ihnen Medienkompetenz zu vermitteln.

Denn unseriöse Webseiten gibt es genug. „Warnzeichen“, die auf fragwürdige Angebote bzw. Seiten hinweisen können, habe ich hier aufgelistet.

Auch wenn Kindern ein bewusster Umgang mit dem Internet und notwendige Schutzoptionen nähergebracht wurden, kann es trotzdem zu Problemen und Schwierigkeiten kommen.

Dies liegt auch daran, dass das Internet ständig neuen Entwicklungen unterworfen ist, die neue Problematiken hervorrufen. Machen Sie und Ihr Kind einmal unerfreuliche Erfahrungen im Internet, entsteht oftmals Handlungsbedarf.

Sie stehen dieser Problematik allerdings nicht alleine gegenüber und können sich bei geeigneten Stellen Rat und Unterstützung suchen. Folgend einige Tipps und Anlaufstellen.

Was tun bei Virenbefall?

Ein regelmäßiger Viren- und Malware-Scan mit einer aktuellen Software sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Kommt es hierbei zu Funden, sollte schnell, aber überlegt und fachmännisch gehandelt werden.

Mit vielen Anti-Virus-Programmen lassen sich schädliche Programme entfernen oder in Quarantäne geben. Falls ein Virusproblem auftritt, das Sie alleine nicht bewältigen können, suchen Sie sich Hilfe bei versierten Freunden oder direkt bei einem Fachmann.

Lassen Sie den Computer solange ausgeschaltet, bis fachmännische Hilfe verfügbar ist, und experimentieren Sie bei mangelnden Kenntnissen nicht selbst an dem Problem herum.

Was tun bei Abofallen?

Werden im Internet Verträge mit Minderjährigen abgeschlossen, können Eltern dem Vertrag widersprechen.

Der Vertrag wird ohne die Einwilligung der Eltern unwirksam. Zusätzlich können und sollten ein Widerruf und eine Anfechtung erklärt werden.

Dennoch geben sich manche unseriösen Anbieter hiermit nicht zufrieden und versenden Mahnungen, welche die Adressaten doch noch zur Zahlung der angeblich vertraglich vereinbarten Summen bewegen sollen.

Hier sollten Eltern hartnäckig bleiben und unmittelbar Ratschläge bei einer  Verbraucherzentrale und ggf. rechtlichen Beistand einholen. Kommt es soweit, dass ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt wird, muss diesem gegenüber einem Gericht widersprochen werden.

Was tun bei Belästigung übers Internet?

Ebenfalls besteht Handlungsbedarf, wenn Sie den Verdacht haben, dass eine nicht vertrauenswürdige Person Kontakt zu Ihrem Kind über das Internet aufbaut.

Bei Fällen von Belästigung über das Internet oder bei Kontaktanbahnung zu Kindern (sogenanntes Cyber-Grooming) sollten Eltern oder Pädagogen die Chatprotokolle bzw. E-Mails und Dialoge sichern und sich umgehend an die Polizei wenden.

Was tun bei Mobbingfällen durch Mitschüler und Unbekannte?

In sozialen Netzwerken werden häufig auch Kontakte zu Personen gehalten, die man aus dem realen Leben kennt. Auch hierdurch kann es zu Mobbing im Internet kommen – insbesondere, wenn in der Schule, im Sportverein etc. ohnehin schon Spannungen bestehen.

Sind die Mobbingtäter eindeutig identifizierbar und bekannt und traten bisher nur einzelne, kleine Vorfälle auf, sollte man das Gespräch mit ihnen, ihren Eltern und Lehrern suchen.

An vielen Schulen gibt es bereits Schlichtungsstellen, mit deren Hilfe sich Konflikte lösen lassen. Zudem können die Übergriffe den jeweiligen Foren-, Plattform- und Netzwerkbetreibern gemeldet werden.

Dabei sollte man auf die Löschung der diskriminierenden Inhalte hinwirken. Findet Mobbing von unbekannter Seite aus statt oder ist es kaum mehr kontrollierbar und tritt wiederholt auf, bestehen weitere Handlungsmöglichkeiten. Dazu gehört,  Unterlassungsansprüche geltend zu machen und Strafanzeige zu stellen.

Wichtige Anlaufstellen

Es gibt in Deutschland sowie in den anderen europäischen Ländern eine Reihe von Anlaufstellen, die helfen können, wenn die Sicherheit von Kindern im Netz gegen geltendes Recht eingeschränkt wird oder wenn es zu ungerechtfertigten finanziellen Forderungen oder zu Cyber-Übergriffen kommt.

https://www.fsm.de/

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia (FSM) bietet die Möglichkeit, eine Beschwerde über jugendgefährdende und strafbare Inhalte im Netz einzureichen.

Durch Beschwerden bei der FSM kann man mitunter dazu beitragen, dass der Jugendschutz im Internet gefördert wird.

http://www.verbraucherzentrale.de/

Die deutschen Verbraucherschutzzentralen bieten zahlreiche Informationen über die Rechte von Internetnutzern. Auch wenn eine Falle einmal zugeschnappt sein sollte, können sie Unterstützung bieten.

http:/www.europakonsument.at

Das europäische Verbraucherzentrum Österreich hält u. a. Informationen und Musterbriefe zum Thema Internetfallen parat. Auch Hinweise zum Online-Shopping und Konsumentenrecht können hier eingesehen werden.

http://www.eu-verbraucher.de/

Auch in Deutschland ist ein europäisches Verbraucherzentrum erreichbar. Die Internetseite bietet einen Einblick in die Rechte von Verbrauchern und zeigt auf, wie sich Recht durchsetzen lässt.

http://www.cybercrime.ch/

Die Schweizerische Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (KOBIK) bietet eine Anlaufstelle zur Meldung von Webseiten mit strafrechtlich relevanten Inhalten.

http://www.saferinternet.at/

Diese österreichische Website bietet als Informations- und Koordinationsstelle zahlreiche Hinweise zur sicheren Internetnutzung. Zielgruppen sind dabei Jugendliche, Eltern und
Pädagogen.

https://www.klicksafe.de/

Klicksafe.de, eine EU-Initiative, ist ebenfalls ein hilfreiches Angebot, das viele Tipps rund um die sichere Internetnutzung bietet.

http://www.jugendtelefon-krefeld.de/

http://www.nummergegenkummer.de/

Um auch Kindern eine erste Anlaufstelle bei Mobbing-Problemen im Internet bieten zu können, gibt es zudem Anlaufstellen wie das Jugendtelefon und die Nummer gegen Kummer. Hier können Kinder das Problem zunächst mit objektiven Personen besprechen.

http://www.bke.de/virtual/ratsuchende/beratungsstellen.html

Unter dieser deutschen Internetadresse, die von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. unterhalten wird, können Eltern und Jugendliche nach Familienberatungsstellen in ihrer Nähe suchen.

In vielen Fällen führt aber kein Weg daran vorbei, die Polizei zu alarmieren. Dies gilt insbesondere beim Cyber-Mobbing, beim Cyber-Grooming und bei anderen über das Netz ausgeübten fragwürdigen Aktivitäten oder Straftaten.

Zum Weiterlesen: 

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