Die Grundlage für gute Entscheidungen
Ob eine Entscheidung richtig oder falsch getroffen wurde, stellt sich in der Regel erst im Nachhinein heraus.
Der Erfolg eines Unternehmens ist von vielen Faktoren abhängig. Unter anderem von externen, wie beispielsweise (Änderung der) Marktsituation, Konjunktur, politische Rahmenbedingungen etc. Aber ebenso zu einem wesentlichen Teil von den Fähigkeiten der Führungsebene.
Führen heißt auch, Entscheidungen treffen. Eine erfolgreiche Führungskraft unterscheidet sich von einer weniger erfolgsverwöhnten unter anderem in der Wahl ihrer Entscheidungen. Oder anders ausgedrückt:
Der Erfolg eines Unternehmens stellt die Summe der richtigen Entscheidungen dar.
Meiner Meinung nach sind folgende Faktoren ausschlaggebend für die Wahl der richtigen Entscheidungen – die Reihenfolge ist beliebig gewählt:
Informationen
Fehlen die erforderlichen Informationen oder sind diese unzureichend, ist die Gefahr einer falschen Entscheidung groß. Deshalb ist das Sammeln aller für die Entscheidungsfindung relevanten Informationen das Um und Auf. In welcher Form das passiert, ob in schriftlicher oder mündlicher, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.
Kompetenz
Ich kann keine Entscheidungen treffen, wenn ich von der Materie keine Ahnung habe. Eigentlich nicht ganz richtig: Auch wenn ich keine Kompetenz vorweisen kann, kann ich mich zwischen A und B entscheiden.
Um eine entscheidungsnotwendige Situation beurteilen zu können und auf Basis dessen einen entsprechenden Entschluss zu fassen, ist Kompetenz, also fachliche Qualifikation, erforderlich. Wenn diese nicht vorhanden ist, muss ich entsprechende Experten zu Rate ziehen, um auf Basis derer Erkenntnisse und Empfehlungen eine Entscheidung zu treffen.
Erfahrung
Es heißt ja immer so schön: Aus Erfahrung lernt man. Und Erfahrungen resultieren auch aus gemachten Fehlern. Natürlich basieren Erfahrungen nicht nur aus begangenen Fehlern.
Ziele
Zielbewusstsein erleichtert die Entscheidungsfindung. Unabhängig davon, ob es sich dabei um persönliche oder unternehmerische Ziele handelt. Je klarer die Ziele definiert sind, desto leichter lassen sich Entscheidungen treffen.
Wenn z. B. als Jahresziel eines Unternehmens eine Umsatzsteigerung von 5% festgelegt wurde, dann ist die Richtung klar vorgegeben. Alle Entscheidungen sollten dann zu Gunsten dieses Zieles ausfallen.
Ausgewogenheit zwischen Intuition und Verstand
Ich habe gute Erfahrungen mit Entscheidungen „aus dem Bauch heraus“ gemacht. Früher gab ich meiner inneren Stimme keine Chance und bin mit diesem „Nichthinhören“ häufig eingefahren. Beispielsweise bei einem Kooperationsangebot. Der Kooperationspartner machte einen seriösen Eindruck, alles war bis ins Detail geregelt – nichts, was auch nur den Anschein eines Misserfolgs hatte. Dennoch hatte ich ein „ungutes Bauchgefühl“, für das ich aber keine Gründe fand. Kurzum: Die Kooperation hat sich als Reinfall herausgestellt, die mich viel Zeit und Ärger gekostet hatte.
Heute höre ich sehr genau auf mein Bauchgefühl, ohne natürlich die sachlichen Argumente außer Acht zu lassen.
Steht also eine wichtige Entscheidung an, sollten folgende Fragen beantwortet werden:
Habe ich für die Entscheidungsfindung…
- die Kompetenz bzw. die fachliche Qualifikation?
- alle relevanten Informationen gesammelt?
- Meinungen von Experten eingeholt, um möglichst verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen?
- Erfahrungen berücksichtigt, auf die ich zurückgreifen kann?
- auf mein Bauchgefühl gehört?
- das entsprechende Ziel klar vor Augen?
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