Glück: 30 Ideen für kleine Glücksmomente

Die kleinen Glücksmomente bereichern unser Leben ungemein. Wir müssen nur ein bisschen die Augen offen halten und uns unserer Glücksmomente bewusst werden.

Denn bewusst werden sie uns meist dann, wenn wir sie plötzlich nicht mehr vorfinden. Die franz. Schriftstellerin Francoise Sagan (1935-2004) hat es einmal passend auf den Punkt gebracht:

Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war.

Jeder von uns hat wohl seine persönlichen Momente des Glücks. Oft kann schon etwas Abwechslung, etwas Neues Freude in unser Leben bringen. Es muss nicht immer etwas Großartiges und Außergewöhnliches sein.

gluecksmomente

Auf einer Bank unter einem schattenspendenden Baum liegen

30 Ideen für kleine Glücksmomente

Folgend habe ich ein paar Ideen zusammengestellt, die solche kleinen Freuden in unser Leben bringen können. Vielleicht gefällt Ihnen der ein oder andere Vorschlag. Wenn ja, einfach umsetzen!

  1. Lernen Sie einen wirklich guten Witz und erzählen Sie diesen weiter. Es tut gut, andere zum Lachen zu bringen.
  2. Machen Sie einen langen Spaziergang. Egal, wie das Wetter ist. Spüren Sie die Natur und spüren Sie sich selber.
  3. Überraschen Sie mindestens einen Menschen, der Ihnen viel bedeutet – sei es jemand aus der Familie oder wer auch immer. Es soll eine schöne Überraschung sein.
  4. Schalten Sie wenn möglich für einen Tag Ihr Handy aus. Auch kein Radio, kein Fernseher, kein Computer – keine Informationsflut von außen. Nur einen Tag lang.
  5. Zu Ihrem Lieblingssong laut mitsingen – und mit laut meine ich wirklich laut.
  6. Ziehen Sie sich für eine Viertelstunde an einen Ort zurück, an dem es vollkommen still ist. Genießen Sie diese Stille, hören Sie auf Ihren Atem.
  7. Setzen Sie sich an einen Platz, an dem viele Menschen sind, z. B. in der Fußgängerzone in der Stadt. Nehmen Sie sich Zeit und beobachten Sie die Menschen.
  8. Versuchen Sie, mindestens eine Stunde lang Ihre Umgebung aus der Perspektive eines Kindes zu sehen. Seien Sie neugierig. Hinterfragen Sie alles.
  9. Einen Tag nur faulenzen, nichts tun – einfach faul sein.
  10. Gestalten Sie die Wohnung nach Herzenslust neu um, und wenn es nur das Umstellen der Möbel ist.
  11. Stehen Sie einmal zeitiger auf und beobachten Sie den Sonnenaufgang.
  12. Suchen Sie das Gespräch mit einem alten Menschen. Lassen Sie ihn von früher erzählen. Hören Sie einfach zu.
  13. Verbringen Sie einen Tag zu Hause ohne Strom (außer Kühlschrank oder andere wichtige Geräte).
  14. Kaufen Sie einem Bettler etwas Leckeres zum Essen, anstatt Geld zu geben, das entweder von Hintermännern abgenommen oder anderweitig verwendet wird.
  15. Pflanzen Sie einen Baum. Suchen Sie Ihren Baum immer wieder auf. Er wird Sie lange begleiten – wahrscheinlich Ihr Leben lang.
  16. Schneiden Sie Bilder aus Zeitungen und Zeitschriften aus: Wenn ein Bild positive Gefühle in Ihnen weckt – raus damit und in eine Mappe oder einen Karton.
  17. Bewegen Sie sich mindestens eine halbe Stunde lang bewusst langsam. Gehen Sie langsam, greifen Sie langsam – auch wenn es anfangs ungewohnt ist.
  18. Melden Sie sich noch heute zu einem Kurs an einem Weiterbildungsinstitut an. Lernen Sie etwas Neues, das Ihnen Spaß macht.
  19. Entschuldigen Sie sich bei jemandem, der nicht damit rechnet (Vorlage für ein Entschuldigungsschreiben). Natürlich sollte es einen Grund für die Entschuldigung geben.
  20. Notieren Sie auf einem Blatt alles, was Ihnen Spaß macht, was Ihnen Freude bereitet.
  21. Schreiben Sie einen Brief an einen lieben Menschen – keine E-Mail.
  22. Lernen Sie ein Gedicht auswendig, das Ihnen besonders gefällt, oder schreiben Sie selber eines.
  23. Gehen Sie im Wald oder auf einer Wiese barfuß spazieren. Spüren Sie die Erde, die Natur unter Ihren Füßen.
  24. Nehmen Sie einen Stift und ein Blatt Papier zur Hand. Schreiben Sie alles auf, was Sie zurzeit belastet. Dann nehmen Sie das Blatt und verbrennen es.
  25. Gönnen Sie sich ein feines Essen oder etwas anderes. Es sollte etwas Besonderes sein. Etwas, das Sie sich sonst nie gönnen.
  26. Bewegen Sie sich mindestens eine halbe Stunde lag mit geschlossenen Augen in Ihrer Wohnung.
  27. Umarmen Sie einen bekannten lieben Menschen, der nicht damit rechnet. Einfach so!
  28. Lesen Sie ein Buch aus Ihrer Kindheit. Und wenn Sie die ganze Nacht durchlesen.
  29. Organisieren Sie mit Freunden einen Spieleabend oder ein gemeinsames Kochen mit einem anschließenden gemütlichen Zusammensitzen.
  30. Tun Sie etwas, das Sie sich bisher nie getraut haben.

Haben Sie weitere Ideen für kleine Glücksmomente?

Wenn Sie weitere Ideen haben, können Sie diese gerne als Kommentar ergänzen.


Buch-Tipp: Wie wird man glücklich? Ein ungewöhnliches Experiment:



Zum Weiterlesen:

Kommentare

  • sonja

    Weitere Ideen wären: sich in einem Park auf die Schaukel zu setzen und wieder einmal wie ein Kind zu schaukeln.

    Oder: im Sommer den Schmetterlingen zusehen.

    Oder im Herbst: in den Wald gehen, bunte Blätter sammeln und pressen.

    sonja antworten
  • Jochen

    Hinsetzen, Augen zu, 15 Minuten ganz intensiv nur auf das Gehörte konzentrieren, egal ob im Bahnhof oder Park oder Büro …

    Jochen antworten
  • Bei schlechtem Wetter kann man gut in die Bücherei gehen … ich finde dort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre …

    Wenn man die Augen schließt und sich vorstellt, welch geballtes Wissen in all diesen Büchern steckt, dann ist das ein tolles Gefühl.

    Roll antworten
    • Ich gehe für mein Leben gerne in Büchereien, es hat nur einen Nachteil. Ich komme immer mit einigen Büchern nach Hause. Nicht immer zur Freude meiner Lieben? LG Lothar

      Lothar antworten
  • Christine Khalil

    Grüß Gott, Herr Heidenberger!

    Ein weiterer Vorschlag von mir: wenn die eigenen Eltern schon in fortgeschrittenen Alter sind – schreiben Sie ihnen einen Brief, in dem Sie sich für das, was Sie an Liebe und Zuwendung, an Erziehung usw. bekommen haben, bedanken. Sagen Sie ihnen, dass Sie sie lieben.

    Herzliche Grüße, Christine Khalil

    Christine Khalil antworten
  • Richard Rauch

    Meine Vorschläge:

    • Gönnen Sie sich bewusst 15 Minuten. Legen Sie sich auf eine Couch und nehmen Sie wahr, was Sie in diesem Moment hören, sehen, fühlen. Begeben Sie sich dann gedanklich auf eine Traumreise zu Ihrem Lieblingsort und tanken Sie dort neue Energie.
    • Verwöhnen Sie sich mit einem heißen Bad und Ihrer Lieblingsmusik. Oder Sie lassen sich bei einer Massage verwöhnen. Vielleicht auch eine Massage mit Ihrem Partner? Entspannen Sie.
    Richard Rauch antworten
    • Einfach hinlegen, sich auf das Atmen konzentrieren, alles loslassen und das “Jetzt” wahrnehmen. LG Lothar

      Lothar antworten
  • Wunderschöne Ideen … Nummer 19 und 21 haben es mir grad so angetan … das sollte ich die Woche mal angehen …

    Ildiko antworten
  • Nikola

    Diesen Vorschlag habe ich in meiner Therapie durchgeführt und ich plane nun einmal im Monat diesen Wüstentag vor:

    Einen Tag im Monat nur für mich alleine, ohne Handy o.ä.. Die Familie auf diesen “Wüstentag” vorbereiten. Ich habe mich für meinen ersten Tag mit Papier, Bleistift und Buntstiften ausgestattet. Dann bin ich vormittags nach Kaiserswerth an den Rhein gefahren und habe jedes “Fitzelchen an Natur, Stille etc. in mich aufgesogen, also das Motto war: Bewusst genießen, mit all deinen Sinnen.

    Es war ganz toll und ich bin ziemlich ausgeglichen nach Hause gekommen, und zwar mit einem Gedicht und einem selbst gemalten Bild. Meine Familie war positiv überrascht, welche innere Ruhe ich ausstrahlte. Nächste Woche ist wieder ein Wüstentag geplant. Dann geht es nach Leichlingen in den Sinneswald. LG

    Nikola

    Nikola antworten
  • Ben

    Super Zusammenstellung! Vor allem der Vorschlag: “Verbringen Sie einen Tag zu Hause ohne Strom” kann helfen, einmal zu sich selbst zu finden. PS.: Ich würde aber auch das Handy ausschalten. :-)

    Ben antworten
  • Lieber Herr Heidenberger,

    was für eine schöne Liste!

    Da fällt mir noch ein: Mit Vollgas in eine Pfütze springen, im Sommerregen tanzen, Blumen beim Wachsen beobachten, für Freunde ein Überraschungspicknick organisieren und über “gute alte Zeiten” quatschen, in der Morgensonne joggen, Unkraut jäten, …

    Ach – mir fallen 1.000 Sachen ein. Und alleine das macht mich schon glücklich,

    herzlichst,

    Katrin Linzbach

    Katrin Linzbach antworten
  • Edith

    Ich hole mir einmal im Monat einen Glücksmoment, indem ich irgendeine Mercedes-Benz-Niederlassung betrete und gleich wieder verlasse. Ich spare dabei enorm.

    Viele Menschen verlieren richtig viel Geld, wenn sie dort etwas kaufen oder eine Reparatur in Auftrag geben. Sie büßen dort käuflich erworbene Autos (egal, ob neu oder gebraucht) nur durch die Abholung Tausende an Wert ein, genau in der Sekunde, in der sie vom Hof fahren. Auch bei Reparaturen bezahlt man Unsummen, oft ohne jeden Erfolg. Übrigens ist es bei BMW oder AUDI ähnnlich.

    Also: Machen Sie sich glücklich, besuchen Sie die Paläste der großen ‘Premium-Marken’. … und gehen Sie, unverrichteter Dinge.

    Edith antworten
  • Ich war im Urlaub traurig, weil es regnete. Ich habe mich dann aber trotzdem an den Strand begeben und dort einfach angefangen, eine Sandburg zu bauen, bis ich klitschnass war. (Ich hatte völlig die Zeit vergessen.) :-)

    Mein Vorschlag: Bauen Sie eine Sandburg oder tun Sie sonst irgendwas, das Sie schon als Kind gerne getan haben!

    Monika antworten
  • bea froe

    Wahre, kleine, aber feine Glücksmomente sind …

    • in malerischer Umgebung einen Berg im Alleingang zu besteigen,
    • Schritt für Schritt unbeirrbar in seinem Tempo dem Ziel entgegenzugehen,
    • dabei den sanften Schnee unter den Füßen durch die festen Wanderschuhe zu spüren,
    • die kräftigen Atemzüge zu hören und die pulsierenden Herzschläge zu spüren,
    • die Einsamkeit und Stille im Jetzt zu genießen,
    • das so herrlich sonnendurchflutete Panorama unter blauem Himmel zu bestaunen,
    • seinen bunten Gedanken “nachzuhängen” und mit jeder Bewegung Ballast abwerfen zu dürfen,
    • beim Berühren des Gipfelkreuzes gut geerdet tiefe innere Freude zu empfinden,
    • im Gipfelbuch spontan seine Gedanken zu verewigen und mit anderen Bergkameraden zu teilen,
    • für die bewusst erlebte Erfahrung von Gelassenheit und Zufriedenheit einfach dankbar zu sein,
    • diese wirklich gute Zeit hier oben näher dem Himmel für Augenblicke stillstehen zu lassen, in seiner Seele zu verankern und zu einer kurzen Ewigkeit machen zu dürfen.
    bea froe antworten
  • Linda

    Wunderschöne Liste! Die druck ich mir gleich aus :)

    Was mir sonst noch so spontan einfällt:

    • wild zu seinen Lieblingssongs tanzen
    • eine halbe Stunde lang zeichnen, was einem in den Sinn kommt
    • seinem Chef ein Kompliment machen, auch wenn er selbst keine verteilt (fällt mir selbst auch noch sehr schwer :D)
    • in der Wiese liegen und Wolken beobachten
    • seinen Eltern für ihre Elternliebe danken, für die Kleinigkeiten, die sie immer und immer wieder erledigen, die auf dem zweiten Blick ja eigentlich gar keine Kleinigkeiten und nicht selbstverständlich sind
    • sich auf eine kurze Alleinreise begeben, für zumindest 1 Übernachtung! :)
    • sich selbst umarmen

    Und und und … :)

    Linda

    Linda antworten
    • Gabi

      Hallo Linda,

      danke für die tollen Vorschläge!

      Das mit dem Umarmen habe ich gleich mal probiert. Hört sich zwar komisch an, sich selbst zu umarmen …

      Mir kamen dann die Tränen und mir wurde bewusst, wie wenig ich in letzter Zeit auf mich selbst geachtet habe. Das mit dem Umarmen werde ich häufiger machen.

      Gabi

      Gabi antworten
  • Danke an alle für die tollen, ergänzenden Glücksmomente!

    Burkhard Heidenberger antworten
  • Gerald

    Regelmäßig Zeit mit meiner Frau allein verbringen. Das kommt bei vier Kindern leider oft etwas zu kurz. Deshalb nehmen wir uns einmal wöchentlich bewusst Zeit füreinander. Und die Kinder freuen sich, mit Oma etwas Zeit zu verbringen.

    Gerald antworten
  • Lisa

    Eine tolle Ideensammlung! Wurde schon “ein Picknick machen” vorgeschlagen? Und im Winter hat Grillen in der freien Natur seinen ganz eigenen Charme, finde ich. :)

    Lisa antworten
  • Kristina

    Tolle Ideen! Danke!!! Schade, dass man nicht immer daran denkt. Mir fällt ein:

    • Kindern (Enkeln) beim Spielen zuschauen oder dabei
    • selbst Kind sein … die Spiele der Kinder mitmachen (albern sein, sich ausgelassen bewegen)
    • in der Sauna träumen, einfach nichts tun und genießen
    • sich mal eine Massage gönnen (wichtig dabei: sich darauf einlassen, nicht schon wieder an das Alltagsgeschehen denken)
    • medienfreier Urlaub … man findet zu sich selbst und merkt, wie stark man abhängig ist
    Kristina antworten
  • Hanna

    Ich habe einen Motivationsbeitrag gelesen, der mich sehr berührt hat:

    Ein Mann war gleich breit wie hoch. Dieser Mann hatte trotzdem so ein inneres Selbstbewusstsein und eine Ausgeglichenheit, das hat mich sehr begeistert.

    Er erzählte, dass er jeden Tag, wenn er morgens aufsteht und ins Badezimmer geht, betrachtet er sich im Spiegel und sagt laut zu sich:

    „Ich bin ein Geschenk für die Welt!“

    Seitdem habe ich wieder mein bezauberndes Lächeln wiedergefunden, ich fühle mich wohl, auch im Inneren. Kann mich wieder über alles Mögliche begeistern und erfreuen, was für mich zuvor in Vergessenheit geraten war.

    Wenn mir heute jemand begegnet, der mir sehr viel bedeutet und traurig erscheint, sag ich ihm einfach nur: „Du bist ein Geschenk für dein Umfeld, für die Welt!“ Dieses Lächeln, das man demjenigen ins Gesicht zaubert, ist für mich ein kleiner Glücksmoment.

    Hanna antworten
  • Lydia

    Einfach bequem hinlegen und eine Zeitreise in die Kindheit unternehmen. Was weiss ich noch, was kommt mir nur bekannt vor von alten Fotos. Was haben wir sonntags gemacht, an die Mitschüler erinnern. Das entspannt mich und ich werde von anderen Dingen abgelenkt

    Lydia antworten

Diesen Artikel kommentieren

Bitte die Kommentarregeln berücksichtigen. Danke!