Hier erfahren Sie ein spannendes Experiment zum nachmachen: Das Auge isst nicht mit! Wieso? Lesen Sie hier mehr.

Experiment: Das Auge isst nicht mit!

Das Auge isst mit – so heißt es ja immer. Und so ist es tatsächlich. Eine Speise schmeckt doch um einiges besser, wenn sie schön auf einem Teller angerichtet wird, als wenn sie einfach draufgekleckst wird – so auf alle Fälle der subjektive Eindruck.

Wir genießen mit unseren Sinnen. Aber wie ist es nun, wenn wir einen Sinn nicht teilnehmen lassen beim Genießen? Wie ist das, wenn man im Dunkeln isst und trinkt. Das wollte ich wissen und so haben wir dieses „Experiment“ zu Hause mit der Familie gemacht. Und was soll ich sagen – es war ein Erlebnis!

Anfangs war es sehr ungewohnt, aber schon nach wenigen Minuten stellt man sich auf die Dunkelheit ein. Und was mir so richtig bewusst wurde: Ich habe viel intensiver den Geschmack, die Aromen wahrgenommen. Nicht nur im Mund, sondern auch über die Nase. Auch weil ich oft gar nicht genau wusste, was ich da auf meiner Gabel hatte.

Ich war erstaunt, wie schnell die anderen Sinne reagieren, wenn einer von ihnen ausfällt. Die Meldung des Gehirns an die Sinne muss sich in etwa so angehört haben: „Hey Nase, in diesem Raum ist es vollkommen dunkel. Die Augen sehen nichts. Also streng dich gefälligst an. Das Gleiche gilt für euch drei anderen auch. Aber zack!“

Auch den Gesprächen bei Tisch habe ich in der Dunkelheit aufmerksamer zugehört. Ja, es war ein lehrreiches und spannendes Experiment!

Das Experiment

Wenn auch Sie dieses Experiment in der Familie oder mit Freunden durchführen wollen, gehen Sie am besten so vor:

  • Jedes Familienmitglied bereitet eine Speise vor, bzw. jeder der Freunde bringt etwas mit. Wenn möglich, sollten die anderen keinen Blick auf die zubereitete Speise werfen können.
  • Eine Person deckt den Tisch. Das noch bei Licht.
  • Dann Licht aus.
  • Jeder bringt seine Speise in das Esszimmer und stellt sie auf den Tisch. Hier ist natürlich etwas Vorsicht geboten.
  • Nachdem alle Platz genommen haben, kann es losgehen.

Eine spannende Sache. Auch das Erraten selbst, was man eben verkostet hat.

Das Schmecken, Riechen, Tasten und Hören wird intensiver, wenn das Auge nicht am Mahl teilnimmt.

Übrigens gibt es in einigen größeren Städten sogar Lokale, wo man vollkommen im Dunkeln sitzend essen kann.

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