Das Direktprinzip – eine effiziente Zeitmanagementtechnik
Das Direktprinzip ist eine effiziente Zeitmanagement-Technik. Aber nur, wenn sie richtig angewendet wird.
Nach dem Direktprinzip werden alle Aufgaben gleich erledigt, die nur wenig Zeit in Anspruch nehmen. Mein Richtwert für „wenig Zeit“ ist geschätzte drei Minuten. Das ist mit wesentlich weniger Aufwand verbunden, als wenn ich die Aufgabe erst in meine Aufgabenliste aufnehme und später abarbeite. Auch bleibt sie damit als „offener Posten“ im Hinterkopf.
Aber jetzt kommt’s:
Die Anwendung des Direktprinzips ist nur dann sinnvoll, wenn Sie nicht konzentriert an einer wichtigen Aufgabe arbeiten.
Ein Beispiel:
Ich sitze an einer wichtigen Aufgabe, die meine Konzentration erfordert. Nichtsdestotrotz fällt mir ein, dass ich heute noch unbedingt den Herrn Wartetaufanruf anrufen muss. Dieser Anruf dauert voraussichtlich nicht länger als drei Minuten. Das Direktprinzip im Hinterkopf greife ich zum Hörer, und erledige den Anruf gleich. Erledigt. Wo war ich gleich? Nach dieser „Ablenkung“ muss ich mich wieder einarbeiten. Ok, weiter mit der wichtigen Aufgabe. Ein Kollege legt mir ein Fax auf dem Schreibtisch. Na gut, Direktprinzip, lesen, wieder weggelegt. Wo war ich wieder, usw.
Sie sehen, das Direktprinzip so angewendet, trägt überhaupt nicht zur Effizienz bei – im Gegenteil.
Wann dann?
Das Direktprinzip bietet sich immer dann an, wenn Sie nicht an wichtigen Aufgaben oder anderweitig konzentriert beschäftigt sind. Ideal bei Routinearbeiten. In diesen Zeiten können Sie nach dem Direktprinzip dazwischen drängende Aufgaben, die nur einige Minuten Zeit kosten, sofort erledigen.
Zum Weiterlesen:
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