3 Strategien im Umgang mit Besserwissern

Wer kennt sie nicht, die Besserwisser? Der Umgang mit solchen Typen kann schon mühsam und belastend werden.

Nicht selten sind diese Besserwisser sehr intelligente Menschen, aber mit geringer emotionaler Intelligenz.

Zu der Kategorie Besserwisser zählen Personen, die das Bedürfnis haben, anderen möglichst oft ihr (Mehr-)Wissen kundzutun – in der Regel in überheblicher Weise. Und dieses Wissen dann häufig auf eine Weise ausspielen, indem sie andere dabei bloßstellen.

Man kann sein „Mehrwissen“ auch weitergeben, ohne den anderen kleinzumachen.

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Besserwisser verschaffen sich Gehör!

Worin liegen die Motive dieser Überheblichkeit begründet?

Menschen, die zum „Besserwisser“ tendieren, haben häufig ein geringes Selbstwertgefühl. Und daraus resultiert der Drang, sich anderen beweisen zu müssen.

Diese Menschen verstehen es meist geschickt, ein Gespräch in eine Richtung zu lenken, wo sie sich besonders gut auskennen und das natürlich genüsslich auskosten.

Auch eine Taktik dieser Personen:

Wenn sie auf einem Gebiet selbst nicht firm sind und merken, dass dies beim Gegenüber ebenso der Fall ist, dann bringen sie Argumente derart überzeugend und dazu noch solche, die sich auf die Schnelle schwer widerlegen lassen.

Auch Narzissten neigen zur Besserwisserei. Sie suchen auch die Anerkennung und Bestätigung, indem sie mit ihrem Wissen prahlen.

Dann gibt es noch jene Sorte Besserwisser, die sich selbst ständig fordern und das Gleiche auch von anderen verlangen.

Aber es gibt ebenso Personen, die auf Gernegroß schalten, wenn sie sich von anderen „bedroht“ fühlen – beispielsweise ein alteingesessener Mitarbeiter durch einen neuen Kollegen.

Wie auch immer die Motive begründet sind, der Umgang mit solchen Menschen fällt nicht leicht. Im Grunde gibt es drei Strategien.


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3 Strategien im Umgang mit Besserwissern

  1. Kontern

    Wenn Sie dem Besserwisser „rhetorisch gewachsen“ sind, sollten Sie ihm – am besten entsprechend vorbereitet – mit Fakten und guten Argumenten kontern. Und das vielleicht auch einmal im Beisein anderer Personen.

    Aber dabei nie laut werden, denn das kann als Zeichen von Schwäche ausgelegt werden. Wenn Argumente nicht fruchten, so kann vielleicht Ironie oder Humor seine Wirkung zeigen.

  2. Direkt ansprechen

    Oft kann es sinnvoll sein, mit dem Besserwisser das persönliche Gespräch zu suchen und ihm verständlich machen, dass Sie seine Art der „Ratschläge“ nicht benötigen bzw. akzeptieren wollen.

    Damit drängen Sie sich aus der Opferrolle. Häufig ist es genau diese Opferrolle, die Besserwisser anspornt, andere auf Fehler hinzuweisen und mit ihrem Wissen aufzutrumpfen.

  3. Ignorieren

    Ignorieren ist bei jenen angebracht, die ohnehin immer der Überzeugung sind, dass sie recht haben. Sie lassen nicht mit sich reden und zuhören können bzw. wollen sie auch nicht. Diese Menschen werden sich in ihrem Verhalten nicht ändern.

    Aber Sie können ihnen zeigen, dass Sie keinen Wert auf ihre Meinung legen. Und das trifft sie dann am meisten.


Zum Weiterlesen:

Kommentare

  • Es gibt aber auch viele “Besserwisser”, welche es gar nicht merken bzw. absichtlich tun. Sie wissen einfach viel und bringen ihr Wissen gern unter die Menschen. Sei es, um an Gesprächen teilzunehmen oder weil sie andere Menschen gern aufklären bzw. ihnen gern Hintergrundinformationen zur Verfügung stellen.
    Der Umgang mit diesen Menschen ist ebenfalls “Ansprechen”, aber behutsam, denn sie wissen es nicht besser (schönes Wortspiel :-) ).

    Besserwisser antworten
  • Neuhier

    Also Bekannte von mir (Kinder von Lehrern!!!) sind auch die restlosen Besserwisser. Was denen beiden völlig fehlt, ist Einfühlungsvermögen. Wenn man dort irgendeine Erfahrung auf den Tisch (ins Gespräch) bringt, wird alles sofort theoretisch “zerpflückt”. Hinterher fühle ich mich jedes Mal fast schuldig, dass ich meine Erfahrung damals so empfunden habe, wie eben ICH sie empfunden habe.

    Gefühle kann man nicht theoretisch erklären. Mir ist es mittlerweile völlig zuwider, mit den beiden noch über irgendetwas zu reden. Ich lasse sie reden, weil sie so überzeugt von sich und ihrem Denken und Wissen sind, da kommt nichts anderes durch.

    Ich lasse sie halt reden und nutze die Bekanntschaft, wenn ich einmal “Wissensfragen” habe.

    Beide sind auch ordentliche “Arschkriecher”. Also mit Mitte 40 und mit Mitte 30 benehmen sie sich immer noch wie 10-jährige Kinder, die sonntags eine Schleife im Haar haben, zur Begrüßung einen Knicks machen, und wenn die Hände schön gewaschen sind, werden sie gelobt.

    Ich kann nicht glauben, dass diese beiden erwachsene Menschen sind …

    Neuhier antworten

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