Leiden Sie an Aufschieberitis?

Wohl die meisten von uns befällt hin und wieder die Aufschieberitis – wir schieben also Aufgaben vor uns her. Ein anderes Wort für Aufschieberitis ist auch Prokrastination. Mir gefällt ersteres aber besser, da man sich darunter eher was vorstellen kann.

Je mehr wir Aufgaben vor uns her schieben, desto größer die Belastung und die Stresswahrnehmung. Ständig tauchen Gedanken im Zusammenhang mit dem Unerledigten im Kopf auf, und das ist häufig mit ein Grund, warum man von der Arbeit nicht abschalten kann. Wer nicht abschalten kann, wird sich auch mit dem Genießen und Entspannen in der Freizeit schwer tun.

Gründe für die Aufschieberitis

Aber was veranlasst uns überhaupt, Aufgaben immer wieder aufzuschieben? Was führt also zur Aufschieberitis?

Das kann mehrere Gründe haben. Ich habe mal eine Umfrage unter den Teilnehmern eines meiner Zeitmanagementseminare durchgeführt. Und hier die genannten Gründe:

Die Aufgabe ist unangenehm

Das kann eine ganz simple Aufgabe sein, die in fünf Minuten erledigt wäre. Nichtsdestotrotz schiebt man sie vor sich her. Typisches Beispiel: ein unangenehmes Telefonat, ein heikles Gespräch – aus welchen Gründen auch immer.

Die Aufgabe hat keine Frist

Wenn für eine Aufgabe kein Erledigungstermin vorgegeben ist, also wenn sie nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt erledigt sein muss, schreit sie direkt nach Aufschieben.

Die Aufgabe ist zu schwer

Man ist damit überfordert und weiß eigentlich nicht, wie man sie am besten angeht.

Langweilige Aufgabe

Aufgaben dieser Sorte sind prädestiniert für die lange Bank.

Aufgabe wird sich vielleicht selbst erledigen

Auch ein genannter Grund für die Aufschieberitis. Man hofft, dass sich die Aufgabe von selbst bzw. von anderen erledigt wird. Die Hoffnung stirbt zuletzt. :-)

Fehlender Druck

Manche Menschen brauchen den Druck von außen. Wenn die Nichterledigung einer Aufgabe keine zu erwartenden negativen Konsequenzen mit sich zieht, nimmt sie ebenfalls gerne auf der langen Bank Platz.

Unklare Aufgabenstellung

Es gibt Aufgaben, deren Erledigung kein Problem wäre, wenn man dazu eine genaue Anweisung bekäme. Also unklare Aufgabenstellungen tragen auch zur Aufschieberitis bei.

Angst

Das kann nun Entscheidungsangst sein, Angst zu Versagen oder eine anders gelagerte Befürchtung. Auf alle Fälle ist Angst ein Bremser.

Zeitmangel

Wenn man einen übervollen Terminkalender hat und untergeht in einem Meer von Aufgaben, dann ist man gezwungen, Prioritäten zu setzen. Manche Aufgaben müssen dann eben warten. Zeitmangel ist somit ein häufiger Grund für die Aufschieberitis.

Bequemlichkeit

Ja, und manchmal ist es einfach nur Faulheit bzw. Bequemlichkeit. Von irgendwo her muss ja das Sprichwort kommen:  „Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute“.

Das waren die am häufigsten genannten Gründe für das Aufschieben von Aufgaben.

Welche unerledigten Aufgaben schwirren in Ihrem Hinterkopf? Schnell ein Blatt und einen Stift zur Hand und zu Papier gebracht. Dann notieren Sie zu jeder aufgelisteten Aufgabe den Grund für das Aufschieben. Sind Ihre Gründe ident mit den hier genannten?

Zum Weiterlesen:

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