Wohl jeder von uns kennt Angst. Und sie hat auch ihr Gutes. Sie bildet eine Art Schutzschild. Ohne Angst würde der Mensch Risiken nicht als solche wahrnehmen und damit sich und andere gefährden.
Neben der Schutzfunktion kann Angst aber auch zur Belastung werden und damit die Lebensqualität erheblich einschränken. Zahlreiche Menschen leiden unter solchen belastenden Ängsten, die häufig sogar zu körperlichen Reaktionen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindelgefühlen und Panikattacken führen können. Ängste treten in verschiedenen Formen auf.
Es gibt Ängste, die nur mittels Therapie nachhaltig bewältigt werden können.
Das ist häufig dann der Fall, wenn die Angst durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst wird. Auch bei lang zurückliegenden Ursachen, beispielsweise in der Kindheit, kann die Angstbewältigung oft nur in der Therapie überwunden werden.
Menschen, deren Alltag bereits durch die Angst stark beeinflusst wird, sollten auf alle Fälle therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.
In vielen Fällen lässt sich die Angst aber auch in „Eigenregie“ therapieren. Diese Angstbewältigung kann dabei in drei Schritten erfolgen:
Im ersten Schritt geht es darum, sich die Angstauslöser vor Augen zu führen, sich dieser bewusst zu werden – dem Grund für die Angst auf die Schliche zu kommen. Dieser Prozess des Bewusstmachens soll in schriftlicher Form erfolgen. So kann die schriftliche Beantwortung folgender Fragen dabei helfen:
Dann gilt es, die Angst zuzulassen, sie „anzunehmen“. Häufig führt die Inakzeptanz in eine Negativspirale, die bis zur Angst vor der Angst führen kann.
Hat man die Angst akzeptiert, sollte man ganz bewusst Angstsituationen suchen und sich diesen stellen. Es geht also darum, die Herausforderung in kleinen Steigerungsschritten zu suchen und diese anzunehmen. Beginnend mit der kleinsten „Angst-Herausforderung“ können schon kleine Erfolgserlebnisse die Negativ- in eine Positivspirale umwandeln. Dabei können auch Affirmationen unterstützend wirken:
„Ich trau mich nicht, aber ich mache es trotzdem.“
Hilfreich dabei kann auch der Austausch von negativen gegen positiven Gedanken sein. Denn Gedanken sind häufig die Auslöser von Ängsten.
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