Wie wär’s mit einem Tag der Achtsamkeit?

Wer achtsam ist, lebt bewusster im Hier und Jetzt! Mit Achtsamkeit lässt sich auch eine Situation der Realität entsprechend besser analysieren und bewerten. Achtsamkeit bedeutet aber auch, mehr auf sich selbst zu achten.

Achtsam zu sein fällt nicht immer leicht und schon gar nicht in der Hektik des Alltags.

Aber Achtsamkeit lässt sich trainieren.

Im Folgenden habe ich einige Übungen zusammengestellt. Wählen Sie eine aus, die Ihnen zusagt. Dann legen Sie mal einen Übungstag ein – also ein Tag, an dem Sie diese Übung mehrmals durchführen.

Man tut sich selbst etwas Gutes, wenn man hin und wieder bewusst einen Tag der Achtsamkeit einlegt.

Lassen Sie es auf einen Versuch ankommen!

Sehen Sie genau hin

Wählen Sie eine Situation, die Ihnen vom Alltag her vertraut ist und der Sie aufgrund der Routine keine besondere Beachtung mehr schenken.

Das kann zum Beispiel der tägliche Gang zur Arbeit, das Waschen der Hände, Zähne putzen oder auch das Kochen sein. Führen Sie diese Tätigkeit mit wachen Sinnen durch. Versuchen Sie möglichst viel wahrzunehmen, das Ihnen bislang nur deshalb nicht aufgefallen ist, weil Sie nicht darauf GEACHTET haben.

Sie werden staunen, wie viel Neues und Interessantes Ihnen dabei auffallen kann.

Achten Sie generell bei den Achtsamkeitsübungen darauf, dass Sie das Gesehene, das Wahrgenommene möglichst nicht bewerten – also beispielsweise nach gut, böse, hässlich oder schön kategorisieren, sondern einfach auf sich einwirken lassen.

Achtsamkeit beim Gehen

Wir legen täglich viele Schritte zurück. Dieses Gehen kann auch gut zum Üben der Achtsamkeit genutzt werden: Achten Sie auf Ihre Schritte und atmen Sie dabei im Rhythmus der Schritte tief ein und aus. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Schritttakt und nehmen Sie bewusst wahr, wie Sie den Boden mit Ihren Füßen abwechselnd berühren. Fokussieren Sie Ihre Gedanken etwa zehn Minuten lang nur auf das Gehen und Atmen.

Achtsamkeit durch bewusstes Atmen

Begeben Sie sich an einen ruhigen Ort. Ob Sie dort stehen, sitzen oder liegen bleibt Ihnen überlassen. Konzentrieren Sie sich mit geschlossenen Augen auf die Nase oder den Bauch. Nehmen Sie die sanft ein- und ausströmende Luft wahr. Lassen Sie sich dabei möglichst nicht ablenken.

Achtsamkeit beim Essen

Nehmen Sie beispielsweise einen schönen Apfel zur Hand und betrachten Sie in aller Ruhe seine Farbe und seine Form. Prüfen Sie den Geruch und befühlen Sie den Apfel mit Ihren Händen, ehe Sie herzhaft hineinbeißen.

Schieben Sie das Apfelstück in Ihrem Mund von einer Stelle zur anderen und nehmen Sie dabei die geschmacklichen Veränderungen wahr. Genießen Sie! Kauen Sie langsam und konzentrieren Sie sich vollkommen auf das Aroma.

Bilder und Eindrücke festhalten

Fotografieren ist ein Hobby, das viel Achtsamkeit verlangt. Denn gerade beim Fotografieren spielt das Hier und Jetzt eine große Rolle. Nehmen Sie Ihre Kamera zur Hand und gehen Sie in die Natur. Suchen Sie gezielt nach schönen Motiven und betrachten Sie die Umwelt mit wachen Augen. Die frische Luft und die Natur tragen zum Wohlfühlen bei.

Entspannungstechniken

Es gibt zahlreiche Entspannungsübungen, die ebenfalls die Achtsamkeit fördern. Eine Sammlung mit 45 effektiven und einfach durchführbaren Entspannungsübungen habe ich hier zusammengestellt.

Auch Meditation und Yoga bilden eine Art Achtsamkeitsübung und zielen darauf ab, den Augenblick zu leben und die Achtsamkeit zu trainieren.

Haben Sie sich für eine Übung entschieden? Dann legen Sie einen Achtsamkeitstag fest, an dem Sie Ihre favorisierte oder auch verschiedene Übungen bewusst im Alltag einbauen. Das tut gut!

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