Ihr Kollege stinkt, hat Mundgeruch - hier bekommen Sie Tipps, wie Sie das unangenehme Thema ansprechen.

Unangenehme Themen (Körpergeruch, Mundgeruch) ansprechen: 9 Tipps dazu

Unangenehme Themen ansprechen fällt wohl niemanden von uns besonders leicht.

Aber einen Kollegen mit unangenehmem Körpergeruch auf Dauer hinzunehmen, ist sicher nicht die bessere Alternative. Machen Sie sich bewusst, was es für Sie, für Ihr Unternehmen für Konsequenzen hat, wenn Sie das unangenehme Thema nicht ansprechen.

Dazu fällt mir ein Beispiel aus meiner Praxis ein: Ich habe mal in einem Büro gearbeitet, in dem ein neuer Mitarbeiter - ein sehr kompetenter und auch angenehmer Mensch –starken Körpergeruch hatte.

Ein längeres Gespräch mit ihm war eher eine Zumutung für die Nase. Das ging so weit, dass sich schließlich mehrere Mitarbeiter diesbezüglich an den Geschäftsführer gewandt haben. Dieser führte dann ein vertrautes Gespräch mit dem Kollegen – und siehe da, das „Problem“ war von einem Tag auf den anderen ein solches gewesen.

Unangenehme Themen ansprechen: Wie geht man richtig vor?

Kommen Sie in die Situation, dass Sie heikle unangenehme Themen ansprechen müssen, z.B. in Bezug auf einen Mitarbeiter, habe ich 9 Tipps für Sie zusammengestellt:

  1. Sprechen Sie Unangenehmes möglichst gleich an und schieben Sie es nicht auf die lange Bank. Damit ist niemandem geholfen. Von selbst wird die „schuldige“ Person nicht ändern, auch weil meist einfach das Problembewusstsein fehlt.
  2. Überlegen Sie, wer mit der Person sprechen soll. Das müssen nicht unbedingt Sie persönlich sein. Oft ist es besser, wenn es von Seiten einer vertrauten Person erfolgt. Bei Themen in Zusammenhang mit Hygiene und Körper sollte das Unangenehme von einer vertrauten Person gleichen Geschlechts zur Sprache gebracht werden. 
  3. Nutzen Sie dafür ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch. Der Betroffene darf nicht vor anderen bloß gestellt werden.
  4. Achten Sie auf die richtigen Rahmenbedingungen für das Gespräch. Kein Gesprächspartner sollte unter Zeitdruck stehen. Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre.
  5. Beginnen Sie das Gespräch immer mit einer Wertschätzung des Mitarbeiters. Und dann kommen Sie auf die vermeintliche Situation zu sprechen:„Ich schätze Sie sehr als kompetenten Mitarbeiter. Auch deshalb führen wir dieses Gespräch…“
  6. Vermeiden Sie die Aussagen Dritter mit ins Gespräch zu bringen („Von mehreren Mitarbeitern wurde mir zugetragen…“). Sprechen Sie in der Ich-Form.
  7. Sprechen Sie ruhig an, dass Ihnen das Gespräch unangenehm ist: „Dieses Gespräch fällt mir jetzt schwer, aber…“, „Ich möchte Sie nicht verletzen…“.
  8. Eine Aussage wie „Selber merkt man meist nicht, dass…“ kann sehr unterstützend wirken. Bieten Sie Hilfe und Unterstützung an, wenn es angebracht ist: „Wie kann ich Ihnen helfen…“.
  9. Fragen Sie zum Schluss des Gesprächs: „Soll ich Ihnen in zwei Wochen Rückmeldung geben, ob es sich verbessert hat?“

Berücksichtigen Sie diese Tipps, werden Sie auch unangenehme Themen souverän ansprechen können.

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