Erfahren Sie hier, welche Umgangsformen in einem Aufzug gelten und was es bei einer Fahrt im Fahrstuhl zu beachten gilt.

Knigge im Fahrstuhl – Umgangsformen auf engstem Raum

Es gibt wohl nicht viele Menschen, die die Atmosphäre einer Aufzugsfahrt genießen. Diese ist häufig ein Gemisch aus betretenem Schweigen, hilflosen Blicken und „Was-reden?-Gedanken“.

Aber auch verständlich. Wer zwängt sich schon gerne mit fremden Menschen in die Enge eines Fahrstuhls. Die Forderung nach Einhaltung der gewünschten Distanzzonen wird aufgrund der gegebenen Umstände außer Kraft gesetzt.

Die Intensität dieser doch eher unangenehmen Atmosphäre resultiert aus Faktoren wie Dauer der Aufzugsfahrt, Anzahl der Fahrstuhlbenützer und fremden Personen in diesem engen Raum.

Oder anders ausgedrückt: 

Je kürzer die Aufzugsfahrt, je weniger Personen im Aufzug und je mehr davon wohlgesinnte bekannte Menschen, desto geringer der „Unwohl-Faktor“.

Knigge im Aufzug

Wer schon mal in einem Knigge-Buch gestöbert oder einen entsprechenden Kurs belegt hat, wurde wahrscheinlich auch mit den Verhaltensregeln im Aufzug konfrontiert, die da wären:

Fühlen Sie sich wohl an Ihrem Schreibtisch? 

Oder wünschen Sie endlich Ordnung auf Ihrem Schreibtisch, in Ihrer Ablage – und das nicht nur für kurze Zeit? Alle Dokumente griffbereit, keine Suchzeiten mehr. Mit der richtigen Methode lässt sich das in kürzester Zeit einfach umzusetzen. Weiterlesen…

Telefonieren im Aufzug ist tabu

Auch wenn die Verbindung meist ohnehin unterbrochen wird, telefoniert die eine oder andere Person bis zur zwangsmäßigen Unterbrechung.

Angebracht ist: Gespräch vor Betreten des Fahrstuhles unterbrechen oder warten, bis der nächste Aufzug hält.

Personen nicht bemustern

Wohin mit den Blicken? Das „Bemustern“ anderer Fahrgäste sollte auf alle Fälle vermieden werden. Das Starren an die Decke, auf den Boden oder auf die Stockwerksanzeige ist ebenfalls nicht empfehlenswert. Der Knigge favorisiert den Blick Richtung Fahrstuhltür.

Ein freundlicher Gruß

Beim Ein- und Aussteigen ist ein freundlicher Gruß angebracht, das gebietet schon die Höflichkeit. Damit liegt schon etwas Freundlichkeit in der Enge und der Wegbereiter für einen Smalltalk ist gelegt - sollte er von beiden Seiten gewünscht sein.

Hände vor dem Körper

Haben die Hände nichts zu tragen, so sollten sie vor dem Körper, am besten mit verschränkten Fingern positioniert werden. Diese Haltung signalisiert: „Ich möchte die Distanzzone einhalten, auch wenn es auf diesem beengtem Raum schwer möglich ist“.

Ein Lächeln als Eisbrecher

Ein Lächeln ist ein effektiver Eisbrecher. Es heißt nicht umsonst:

Der kürzeste Weg zu einem Menschen ist ein Lächeln.

Also ein Lächeln in Verbindung mit einem freundlichen Gruß wärmt jede noch so „kühle“ Atmosphäre.

Smalltalk

Wenn sich mehrere Personen im Aufzug befinden, die sich nicht kennen, wird voraussichtlich kein intensives Gespräch entstehen. Bei zwei oder maximal drei Personen fällt hingegen ein kurzes Gespräch schon leichter. Den Gruß und das Lächeln als Wegbereiter für einen Smalltalk haben wir bereits durch. Ein weiterer kann die Frage nach dem gewünschten Stockwerk beim gleichzeitigen Zusteigen sein.

Auch eine häufige Situation: Zwei sich bekannte Personen sind beim Zusteigen in ein Gespräch vertieft und führen das ohne Unterbrechung im vollen Aufzug fort. Das kann für andere Fahrgäste als störend empfunden werden, da es auch den Eindruck auf fehlender Rücksicht schließen lässt. So leise kann man sich in einem Aufzug gar nicht unterhalten, dass es nicht alle Fahrgäste mitbekommen.

Und das Ganze nochmals in Stichworten:

  • Telefongespräch beim Zusteigen unterbrechen
  • freundlich und mit einem Lächeln grüßen
  • kein Starren, am besten Richtung Tür blicken
  • Hände sichtbar vor dem Körper
  • eventuell Smalltalk

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