Der Laxman ist ein Gerät, welches auf der sogenannten audiovisuellen Stimulation basiert. Damit kann man sich entspannen und damit Stress abbauen. Hier erfahren Sie von meinem Test.

Stressabbau mit dem Laxman

Vor einiger Zeit bekam ich ein Gerät zum Testen – einen Laxman. Und weil ich recht neugierig bin und ein solches Gerät noch nicht kannte, wollte ich es wissen. Hier also mein Erfahrungsbericht.

Was ist der Laxman?

Der Laxman ist ein Gerät, welches auf der sogenannten audiovisuellen Stimulation basiert. Das Gerät selbst besteht aus

  • Kopfhörer – genauer gesagt Ohrstöpsel,
  • einer Brille, die aussieht wie eine Art Taucherbrille und das Eindringen von visuellen Störungen von Außen verhindert. Man nimmt tatsächlich nichts von der Umgebung wahr, die Brille ist blickdicht
  • dem Zentralgerät mit dem Display und den Funktionstasten. Sieht aus, wie ein größerer mp3-Player.

Mit dem Kopfhörer werden Geräusch- oder andere Audiokulissen eingespielt. Mit der Brille werden Lichtimpulse auf das geschlossene Auge übertragen. Laut Handbuch können diese Lichtreize auch mit geöffneten Augen wahrgenommen werden.

Man kann sich also mittels Brille und Ohrstöpsel vollkommen von der Umgebung abschotten. Das habe ich als recht angenehm empfunden, auch wenn ich das ganze im Schlafzimmer getestet habe, wo ich ohnehin nicht gestört wurde.

Damit Sie sich ein Bild machen können, hier ein kurzes Video:

Wozu soll das gut sein?

Welchen Zweck soll das Ganze nun haben? Laut Hersteller kann man mit dem Laxman unterschiedlichen Wirkungen erzeugen - je nach Programm bzw. Session (das ist die Bezeichnung im Handbuch). Die unterschiedlichen Sessions basieren auf unterschiedliche Kombinationen von Audiokulissen und Lichtimpulsen. Diese audiovisuellen Stimulationen sollen im Gehirn gezielte Schwingungszustände bzw. Frequenzbereiche erreichen - Stichworte: Alpha-, Beta-, Delta-, Theta-, Schumannwellen.

Je nach stimuliertem Frequenzbereich können gezielt Bewusstseinszustände geschaffen werden.

Nun gibt es mehrere vorinstallierte Sessions. Hier ein Ausschnitt der installierten Programme und die Dauer:

  • Perform, 30 Minuten:
    Für den Start nach Ruhepausen und zur Unterstützung von (sportlichen) Höchsteistung.
  • Across, 20 Minuten:
    Förderung von Konzentration und Aufmerksamkeit.
  • Underwater, 20 Minuten:
    Entspannung
  • Deep Relax, 30 Minuten:
    Tiefenentspannung
  • PreLearn, 20 Minuten:
    Zur Steigerung der Aufnahmefähigkeit und damit zur Lernvorbereitung
  • Sleep, 45 Minuten:
    Erleichtert das Einschlafen

Insgesamt sind 22 Sessions vorinstalliert.

Mein Fazit

Ich habe den Laxman nun eine Woche getestet und habe dabei die unterschiedlichen Sessions ausprobiert.

Positiv ist auf alle Fälle die Handhabung des Gerätes. Es lässt sich auch mit aufgesetzter mitgelieferter Brille – also blind – intuitiv bedienen. Auch die große Auswahl an vorinstallierten Sessions empfand ich positiv. Und wem das noch zu wenig ist, kann mit der mitgelieferten Software selbst individuelle Sessions erstellen.

Was ich zu der Wirkung sagen kann: Zwei Mal habe ich die Sleep-Session getestet und ich bin auch tatsächlich dabei eingeschlafen. Ob das nun am Gerät lag oder daran, dass ich dieses Session im Bett liegend durchgeführt habe, kann ich nicht genau sagen. Auf alle Fälle habe ich das Programm als sehr entspannend empfunden.

Für Menschen, die beruflich sehr beansprucht werden und immer unter Stress stehen, ist der Laxman sicher eine gute Möglichkeit, sich zu entspannen und/oder zu meditieren. Zu Hause angekommen, sich für eine halbe Stunde mit dem Laxman zurückziehen, bedarf keinen sonderlichen Aufwand.

Wie bei jedem Training kommt es hier wohl auch auf die regelmäßige Anwendung an, bis sich die volle Wirkung zeigt. Entsprechenden Hinweis gibt es auch im Handbuch, wobei dort von drei Wochen die Rede ist. Deshalb war meine Testphase wohl auch zu kurz, um ein Urteil über die nachhaltige Wirkung geben zu können.

Nun noch zum Preis:

Der Laxman kostet 499,00 Euro. Und das ist alles andere als preisgünstig. Hätte ich ein Punktebewertungssystem, gäbe es dafür einige Minuspunkte.

Andererseits muss man das auch wieder relativieren. Wenn ich einen Kurs für Entspannungstechniken (z.B. Autogenes Training) belege, dann hat der auch seinen Preis. Und schließlich kommt es auf den Erfolg bzw. die Wirkung an.

Kurzum: Gesamteindruck gut, aber recht teuer!

Hier geht’s zum Hersteller.

Kommentare

PeterHofer
2010-01-08 07:42
Sehr geehrter Herr Heidenberger,

erstmal vielen Dank fuer die inspirierende und grosszuegige Gestaltung Ihrer homepage.

Bewusstseinszustaende via Lichtimpulsen einer bestimmten Frequenz anzuregen ist ein lange bekanntes Phänomen. Die problematische Nebenwirkung ist ein moeglicher epileptischer Anfall. In der Bedienungsanleitung wird darauf in der Regel hingewiesen. NUR: Wer weiss vor seinem ersten Anfall ob er Epileptiker ist?!

Mit den besten Gruessen,

Peter H.
Heidenberger Burkhard
2010-01-10 21:02
Sehr geehrter Herr Hofer,

vielen Dank für Ihren Hinweis! Ihre Bedenken kann ich gut nachvollziehen. Mir war die Problematik nicht bewusst. Habe diese Bedenken auch an den Hersteller weitergegeben und bin schon auf dessen Antwort gespannt.
Neurotronics GmbH
2010-01-14 14:43
Sicher hat Herr Hofer recht, dass für Menschen mit einer sogenannten photoepileptischen Sensibilität Geräte dieser Art nicht geeignet sind. Diese Menschen - die unter den Epileptikern wiederum nur einen geringen Prozentsatz ausmachen - wissen allerdings in der Regel von Ihrem Leiden und meiden entsprechende Reize (Discotheken, Autofahren bei Nacht etc.). Wer das noch nicht weiss ist meistens noch Kind, weshalb die Anwendung bei Kindern auch immer sorgsam begleitet werden sollte. Mein 7 jähriger Sohn z.B. liebt unseren Laxman, allerdings regelte er die Blink-Intensität anfangs auch etwas herunter. Diese Funktion ist etwas, das die Geräte anderer Hersteller nicht bieten und eines der Merkmale, die wir der neurologischen Beratung während der Entwicklung zu verdanken haben.

Entspannte Grüße, Das Laxman Team


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