Ich habe mal in einem meiner Seminare nach den Stressauslöser, Stressursachen, Stresswirkungen der Teilnehmer gefragt. Sind Ihre auch dabei?

Stressauslöser, Stressursachen, Stresswirkungen: Sind Ihre dabei?

Sind Sie im Stress? Jeder erlebt Stress auf eine andere Weise. Was für den einen ein stressiger Arbeitstag ist, kann für einen anderen ein gemütlicher sein. Die Stresslatte ist bei jedem unterschiedlich hoch gesteckt.

Oft ist es sogar so, dass wir unsere Stressauslöser gar nicht (er)kennen. Diesen aber auf die Schliche zu kommen ist enorm wichtig, will man die Ursachen bekämpfen. Hierzu habe ich mal in meinem Stressmanagementseminar eine Umfrage unter den Teilnehmern gemacht. Alle mir zugerufenen Stressauslöser wurden dann auf der Tafel notiert.

Sind Ihre Stressauslöser auch dabei?

  • Verantwortung, insbesondere für Menschen
  • Konflikte
  • neue und unbekannte Situationen
  • Termindruck
  • Sorgen
  • mangelndes Selbstbewusstsein
  • nicht Nein-Sagen können
  • Druck durch Vorgesetzte
  • Informationsflut (Telefonate, E-Mails etc.)
  • ständige Unterbrechungen
  • Doppelbelastung
  • schlechtes Betriebsklima
  • ständiger Lärm (z.B. hoher Geräuschpegel in einem Großraumbüro)
  • Konkurrenzkampf
  • hohe Erwartungen (eigene oder von anderen)

Haben Sie einige auch auf Sie zutreffende Stressauslöser – auch Stressoren genannt – in Gedanken abgehakt?

So wie das Stressempfinden individuell ist, so unterschiedlich können auch die Stresswirkungen bzw. Stresssymptome sein.

Stresswirkungen, Stresssymptome

  • Magenbeschwerden
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Vergesslichkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Verspannungen
  • Herzrasen
  • Gliederschmerzen
  • Panikattacken
  • Resignation
  • Veränderung des Essverhaltens
  • Gewichtsveränderungen
  • permanente Müdigkeit, „Ausgelaugtsein“ würde dieses Wort auseinanderschreiben
  • verminderte Libido
  • geschwächtes Immunsystem (z.B. häufig verkühlt)
  • negatives Denken
  • Zittern
  • übertriebene Handlungen
  • Konsum von Suchtmitteln (Alkohol, Tabletten etc.)
  • gesteigerte Aggressivität
  • Interessenlosigkeit
  • Abbrechen sozialer Kontakte

Erkennen Sie eines der aufgezählten Symptome auch bei sich?

Wie bei jedem Problem gilt es auch beim „Stressproblem“ zuerst die Ursache bzw. den Auslöser zu finden und dann Lösungswege aus der Stressfalle zu finden.

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Raus aus der Stressfalle

Also gleich Notizblock und einen Stift zur Hand nehmen. Listen Sie alle Situationen, Gegebenheiten und Menschen auf, die bei Ihnen Stress auslösen.

Dann überlegen Sie sich für jeden einzelnen Stressauslöser auf Ihrer Liste, wie Sie diesen „bekämpfen“ bzw. in den Griff bekommen  können.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass allein dieses Niederschreiben zu aufschlussreichen Erkenntnissen, zu Aha-Erlebnissen führt.

Seien Sie sich auch bewusst, dass Sie den Weg aus der Stressfalle nicht von heute auf morgen schaffen werden. Oft sind auch große persönliche (berufliche) Veränderungen erforderlich, um mehr Lebensqualität zu erhalten. Machen Sie den ersten Schritt! Es ist Ihr Leben!

Ein bekannter Arzt hat es mal treffend formuliert: Wenn Sie nichts gegen Ihren Stress unternehmen, so wird es früher oder später Ihr Körper für Sie tun. Und das ist dann meist eine sehr schmerzliche Erfahrung.

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