Ich nutze häufig einen Spaziergang zur Ideenfindung. Ich bin in der freien Natur einfach kreativer. Das mag wohl die Kombination aus frischer Luft, Bewegung und Natur sein, die mich dabei unterstützt, Ideen zu produzieren.
Und wenn ich wieder mal an einem Konzept tüftle oder sonst irgendwelche Ideen benötige, mache ich einen Spaziergang – allein. Lasse meinen Gedanken freien Lauf, ohne mich jetzt bewusst auf die gewünschte Idee zu konzentrieren. Und genau dann, wenn ich meine Aufmerksamkeit nicht auf eine bestimmte Idee fokussiere, springt mich eine solche an.
Damit diese nicht so schnell verpufft, halte ich sie in Stichworten auf meinem Handy fest. Das Handy hat eine Aufnahmefunktion. Sobald ich meine Idee also aufgenommen habe und damit in das „Handygedächtnis“ übertragen habe, ist mein Kopf frei für neue Ideen, fordert sie geradezu. Oft komme ich nach einem Spaziergang mit einer netten Sammlung an Ideen nach Hause, die es dann gilt, auszuwerten und weiterzubearbeiten.
Ideenmarkierungen
Nun habe ich mal einen Versuch gemacht. Wenn ich spazieren gehe, dann wähle ich meistens die gleichen Strecken in der Umgebung. Ich wollte wissen, ob diese Ideen immer an den gleichen Stellen ins Bewusstsein blitzen.
Als ich wieder mal auf der Suche nach Ideen für ein neues Konzept einen Spaziergang gemacht habe, ließ ich mich nach etwa einer halben Stunde auf einer Bank unter einer großen Eiche nieder.
Bis dahin ist mir nichts Gescheites bzw. Weiterverwertbares in den Sinn gekommen. Als ich so da saß und in der nahe gelegenen Wiese spielende Kinder beobachtete, tauchte eine nützliche Idee auf. Dann aufs Handy gesprochen und damit festgehalten.
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Woran es wohl lag, dass mir genau dort die Idee begegnete? War es die kurze Rast, das Beobachten der spielenden Kinder, der Platz an sich – ich weiß es nicht!
Wie auch immer. Ich habe mir eine „Ideenmarkierung“ gemacht. Und zwar bestand die darin, dass ich einen Stein in eine Astgabel der Eiche klemmte. Im Laufe der Zeit hatte ich mehrere solcher Ideenmarkierungen gesetzt. Ein besonders platzierter Stein, eine Markierung in der Baumrinde, ein gebogener Ast. Was auch immer, die Markierungen waren in der Regel nur für mich als solche erkennbar.
Was hat es gebracht?
Mit der Zeit gab es auf der Strecke Stellen, die mehrere solcher Ideenmarkierungen hatten. Dann wiederum einige, an denen die Ideen eher zufällig aufgetaucht sind, an denen also keine Regelmäßigkeit erkennbar war.
Interessant waren für mich jene Stellen, an denen ich im Laufe der Zeit drei oder mehrere solcher Markierungen platziert hatte. Unter anderem auch bei dieser Bank unter der Eiche. Ich weiß bis heute nicht, wieso diese Positionen für mich ideal zur Ideenfindung sind, aber es ist offensichtlich so.
Und heute, wenn ich wieder mal Ideen brauche, suche ich diese Orte bewusst auf. Auch wenn nicht immer ein Gedankenblitz auftaucht, so ist es doch weit häufiger der Fall, als wenn ich sonst irgendwo danach suche. Vielleicht auch nur durch das Bewusstsein gefördert, dass ich hier schon die eine oder andere gute Idee hatte.