Wissen Sie, wie Sie richtig genießen lernen? Hier erfahren Sie es. Denn auch zum Genießen braucht es ein Entschließen.

Es braucht zu allem ein Entschließen, selbst zum Genießen

Genießen steigert die Lebensqualität. Aber was versteht man überhaupt unter genießen? Für mich ist Genuss, wenn ich etwas mit meinen Sinnen intensiv wahrnehme und diese Wahrnehmung in mir positive Gefühle weckt.

Es braucht nichts Großartiges zu sein, um solche Genussmomente hervorzurufen – ein gutes Essen, in einer grünen Wiese liegen und die Sonne auf der Haut spüren, ein unterhaltsames Buch lesen, mit Freunden zusammensitzen, in einer Hängematte dahin dösen, mit meinem kleinen Sohn einen „Männertag“ machen. Jeder hat wohl seine eigenen Genussmomente. Und diese sind wichtig und bilden für viele von uns einen Gegenpol zum hektischen Arbeitsalltag.

Genießen lädt unseren Akku wieder auf. Einen Genussmoment macht auch das Besondere aus. Wenn ich beispielsweise täglich mehrere Stunden in der Hängematte träumen würde, würde damit der Zauber des Besonderen, die intensive Wahrnehmung verloren gehen. Der Genuss-Effekt würde reduziert.

Aber auch Genießen will gelernt sein. Oft geht es nur darum, dass man sich entschließt, bewusst zu genießen, Genussmomente zu suchen. Schon Bernhard von Bauernfeld - ein Schriftsteller, der um 1850 hier in Wien gelebt hat – hat es auf den Punkt gebracht:

„Es braucht zu allem ein Entschließen, selbst zum Genießen.“

Damit das mit dem Genießen auch klappt, sollten wir folgendes beachten:

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  • Genießen braucht Zeit
    Wenn ich mich an einen schön gedeckten Tisch voller Köstlichkeiten setze und ich nur fünf Minuten Zeit hätte, mich daran zu laben, dann wird wohl kein Genussmoment aufkommen.
  • Genießen lässt sich nicht so nebenbei
    Um beim Beispiel mit dem gedeckten Tisch zu bleiben. Wenn ich bei einem guten Essen Zeitung lese, vielleicht noch den Fernseher laufen habe, dann wird die intensive Wahrnehmung des Essen und damit der Genussmoment eingeschränkt bzw. gar nicht erst aufkommen.
  • Mit Maß genießen
    Wenn ich zuschlage, bis ich fast platze und mich danach kaum noch bewegen kann, dann ist das Genusserlebnis auch dahin. Beim Genießen gilt: weniger ist mehr.

Richten wir uns also nach Bernhard von Bauernfeld: Entschließen wir uns, mehr zu genießen!

Entscheiden Sie sich gleich jetzt ganz bewusst für zwei Genussmomente in den nächsten drei Tagen.

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