Hier erfahren Sie alles, was Sie schon immer über eine Mind Map bzw. Mind Mapping wissen wollten.

Wozu soll eine Mind Map gut sein?

Kennen Sie Mind Mapping? Wenn nicht, dann möchte ich Ihnen kurz einen Überblick verschaffen, welche tolle Möglichkeiten Sie damit haben.

Eine Mind Map ist ein hervorragendes „Planungsinstrument“. Vor mehreren Jahren habe ich einmal aus Interesse einen Mind-Mapping-Kurs besucht. Danach war ich vollauf begeistert und bin bis heute nicht mehr davon losgekommen.

Aber jetzt der Reihe nach. Zuerst zur wichtigsten Frage:

Was versteht man unter Mind Mapping?

Mind Mapping ist eine von Tony Buzan entwickelte grafische Methode, um den Zusammenhang verschiedener Begriffe darzustellen.

Gut, diese Beschreibung sagt jetzt nicht wirklich viel aus. Damit Sie sich ein Bild machen können, finden Sie eine kleine Gallerie:

Mind-Map-Gallerie. Klicken Sie einfach auf das jeweilige Bild, um es zu vergrößern.

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Gehen wir gleich in die Praxis. Nehmen wir an, Sie müssen eine Rede halten. Also planen wir mit Mind Mapping die Rede.

Wie erstellt man eine Mind Map?

Machen wir das Ganze gemeinsam Schritt für Schritt:

  1. Nehmen Sie dafür ein großes Blatt Papier zur Hand. Wenn ich ein solches Mind Map erstelle, nehme ich dafür immer einen großen Bogen Papier und hefte ihn an die Zimmerwand. Idealerweise im Querformat. OK, das Blatt hängt an der Wand.
  2. Nun schreiben wir in der Blattmitte unser Schlüsselwort – das wäre in unserem Fall das Thema der Rede. Dann ringeln wir unser Thema ein. Wer will, kann das Kernthema auch farblich hervorheben. Hauptsache, es sticht ins Auge.
  3. Dann notieren wir uns auf einem „Schmierblatt“ alles in Stichworten, was uns auf die Schnelle zur Rede einfällt. Also ein Brainstorming mit uns selbst. Sie müssen dabei auf keine besondere Reihenfolge achten, einfach drauf los schreiben. Dann haben Sie ein Notizblatt mit den ersten Ideen. Nun gilt es diese zu ordnen, zu verknüpfen, zu ergänzen und zu erweitern. Und hier kommt unsere Mind Map ins Spiel.
  4. An unser zentralesThema hängen wir Zweige dran, sogenannte Hauptäste. Diese Zweige bilden unsere Gedankengänge, unsere Ideen, unsere Aktionen. Werfen wir hierfür einen Blick auf unseren Schmierzettel und überlegen, welche Oberbegriffe wir für die Hauptäste verwenden können. So können vom Zentrum beispielsweise folgende Äste abzweigen: Vorbereitung, Einleitung, Mittelteil, Schluss, Spannungsbogen etc.
  5. Diese Oberbegriffe werden direkt über den gezeichneten Ast geschrieben. Am besten in Großbuchstaben. Von jedem Hauptast zweigen dann weitere Nebenäste mit Begriffen ab.
  6. Und von den Nebenästen zweigen dann wiederum Äste ab. So können wir unsere Planung der Rede immer mehr detaillieren.

Sie können sich so eine Mind Map wie einen Baum von oben betrachtet vorstellen. In der Mitte sehen Sie den Stamm, von dem aus starke Hauptäste abzweigen und von den Hauptästen wiederum Nebenäste, von den Nebenästen wiederum Zweige.

Der bunte Baum

Ich verwende für die Hauptäste eine eigene Farbe. Dann eine weitere Farbe für die von den Hauptästen abzweigenden Nebenästen usw. Auch Bilder zu den einzelnen Begriffen peppen die Mind Map auf. Je bunter und kreativer Sie daran gehen, desto einprägsamer und mehr Spaß macht das Mind Mapping.

Die Vorteile von Mind Mapping

Vielleicht mag Ihnen diese Methode anfangs ungewohnt erscheinen. Mir erging es ja nicht anders. Aber die Vorteile werden Sie überzeugen, wenn Sie mal Ihre erste Mind Map betrachten. Und diese Vorteile sind:

  • Eine Mind Map fördert die Kreativität.
  • Man erhält einen tollen Überblick auch bei komplexen Projekten.
  • Das Ergänzen und Erweitern von Informationen ist jederzeit möglich, ohne dabei die Übersichtlichkeit einzuschränken. Man kann also jederzeit neue Äste einfügen.
  • Durch die grafische Darstellung prägen sich die Informationen besser ins Gedächtnis ein.
  • „Zusammengehöriges“ kann einfach miteinander verknüpft und damit Zusammenhänge sichtbar gemacht werden.

Wo kann Mind Mapping eingesetzt werden?

Mind Maps können für verschiedene Zwecke genutzt werden. Hier ein paar Einsatzgebiete, bei denen ich gute Erfahrungen gemacht habe:

  • Projekte planen
  • Zielplanung
  • Veranstaltungen organisieren
  • Meetings und Besprechungen planen
  • Aufbau eines Vortrags
  • Seminar, Kurs planen
  • für persönliche Notizen

Mind-Mapping-Software

Nun gibt es auf dem Markt auch zahlreiche Anbieter von Mind-Mapping-Software. Teils wirklich tolle Programme, mit denen man ruckzuck eine Mind Map erstellen kann. Ich habe auch längere Zeit mit einer solchen gearbeitet.

Es geht wirklich ganz einfach. Auf eine Vorlage zurückgreifen. Mit ein paar Klicks lassen sich Äste anhängen und verzweigen, aus einer umfangreichen Bibliothek kann man Symbole hervorholen und auf den Ästen platzieren.

Aber ich bin davon abgekommen und mache Mind Maps wieder „händisch“.  Der für mich wesentliche Vorteil von Mind Mapping ist die Förderung des kreativen Prozesses. Also wenn ich schreibe, zeichne und male, erst dann kommen oft Ideen.

Dieser Kreativitätsprozess war beim Arbeiten mit der Software stark eingeschränkt. Auch die von mir so geschätzte Übersichtlichkeit vor allem bei komplexen Themen war mit der Software nicht gegeben. Auch deshalb, weil das Bildschirmformat bzw. die A4-Ausdrucke hierfür nicht geeignet sind. Es gibt zwar die Möglichkeit, eine Mind Map auf mehreren A4-Ausdrucken aufzuteilen, das ist dann aber schon etwas mühsam mit dem Zusammenstoppeln.

Morgen möchte ich Ihnen schildern, wie ich eine Mind Map für meine Zielplanung nutze und wie unser kleiner Sohn  damit plant :-)

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