Lügen haben kurze Beine. Aber auch mit kurzen Beinen kann man schnell laufen :-)
Wenn jemand beteuert, dass er noch niemals gelogen hat, dann kann man wohl davon ausgehen, dass diese Beteuerung schon eine Lüge ist.
Wohl jeder von uns hat schon mal auf eine Lüge zurückgegriffen. Es gibt verschiedene Gründe für Lügen. Um nur einige zu nennen:
Weil man einen anderen nicht verletzen möchte (Notlüge),
aus Scham,
um sich besser darzustellen,
aus Verlegenheit,
aus Angst,
um sich einen Vorteil zu verschaffen etc.
Untersuchungen haben sogar ergeben, dass die meisten Menschen täglich mehrmals Lügen bzw. die Unwahrheit sagen.
Aber wie erkennt man, ob einer lügt oder nicht?
Das ist gar nicht so einfach. Denn wenn es so einfach wäre, dann würde wohl jeder ertappt. Und würde man beim Lügen immer ertappt, dann würde man wahrscheinlich bei der Wahrheit bleiben oder einfach schweigen, um sich Peinlichkeiten und Ärger zu ersparen.
Nun gibt es Menschen, die wahre Meister im Lügen sind, denen man alles abnimmt. Dann gibt es wieder andere, denen man sofort ansieht, wenn sie lügen.
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Meine Erfahrung: Je selbstbewusster ein Mensch ist und je besser sein Gedächtnis, desto besser kann er in der Regel auch lügen bzw. desto schwieriger ist es, ihm beim Lügen zu ertappen.
Auch auf der anderen Seite gibt es verschiedene „Spezies“. Da gibt es solche, denen kann man Lügen noch und nöcher auftischen und sie merken es nicht. Dann gibt es wiederum solche, die Lügen anscheinend schon aus großer Entfernung „riechen“ können.
Aber es gibt auch ein paar „Signale“, die auf eine mögliche Lüge schließen lassen – mit Betonung auf „mögliche“ - die sogenannten Lügensignale.
Lügensignale
Nehmen wir an, Sie sind Personaler und führen ein Vorstellungsgespräch. Sie lassen den Bewerber von seinen Erfahrungen und seiner bisherigen beruflichen Laufbahn erzählen. Folgende Signale können auf Unwahrheiten schließen lassen:
Kratzen an der Nase, im Gesicht,
Lippen befeuchten,
direkter Blickkontakt wird vermieden,
häufiges Augenblinzeln,
häufiges Drehen des Gesichtes nach links oder rechts,
öfters Augenbewegungen nach rechts unten,
seufzen,
Verschränken der Arme,
Tonlage der Stimme verändert sich (wird höher),
Schulterzucken,
längeres Nachdenken beim Nachfragen etc.
Das sind ein paar mögliche (!) Lügensignale. Auch ist es so, dass sich ein Lügner leichter durch seine Gestik und Mimik verrät (Stirnschweiß, zittrige Stimme etc.), je mehr ihn sein Gewissen plagt.
Wenn man bei einem Lügner nach einiger Zeit nochmals nach Details zu seinen Aussagen nachfragt und seine Antworten mit seinen gemachten Aussagen vergleicht, kommen Lügen recht schnell ans Tageslicht. Deshalb auch zu meiner vorher erwähnten Erfahrung, dass ein „guter“ Lügner ein gutes Gedächtnis braucht.
Wie bzw. woran merken Sie, wenn Sie Ihr Gegenüber anlügt?
200mal pro tag lügt der mensch. wenn er der person, die er anlügt, wegguckt, dann sucht er nach ausreden es gibt auch noch unwahres, wenn einer sagt, er ist 3 Meter groß, aber er denkt, das es für ihn richtig ist, dann ist das nicht die wahrheit, sondern unwissen. ein Beispiel: es gab einen unfall, ein bmw und ein audi krachen zusammen, und dann fragt die polizei nach Zeugenaussagen: der erste sagt: Das Auto ist dem nur ein bisschen hinten drauf gefahren der zweite sagt: Das war ein heftiger Unfall, dann sagen beide die wahrheit, aber die entgültige antwort gibt es nicht, weil jeder was anderes unter Wahrheit interpretiert.
Heidenberger Burkhard 2009-12-05 09:06
Stimmt, bei Aussagen gilt es auch zu unterscheiden, ob es eine Lüge oder Unwissenheit bzw. unterschiedliche Wahrnehmung ist. Und genau hier liegt die Schwierigkeit. Vielen Dank für den Input!