Hier erfahren Sie, was ein gemeinsames Essen bringt und ein paar Tricks und Tipps dazu.

Gemeinsam essen - wieso?

Ich liebe es ja, das Essen mit der Familie oder mit Freunden. Gemeinsam essen kann herrlich kommunikativ sein. Ein gutes Essen, ein gemütliches Ambiente, mit lieben Menschen am Tisch und nette anregende Gespräche – einfach ein Genuss. Man kann dabei wunderbar den Alltagsstress hinter sich lassen und sich entspannen.

In vielen Familien ist heute das gemeinsame Essen aber nicht mehr selbstverständlich. Jedes Familienmitglied hat seinen eigenen Tagesablauf. Dabei ist es oft gar nicht so einfach, die Zeit für ein gemeinsames Essen zu finden. Und doch sollte man versuchen, wenigstens einmal am Tag gemeinsam bei Tisch zu sitzen. Das ist dann oft auch die einzige Zeit am Tag, wo man Zeit findet, um sich überhaupt zu unterhalten. 

Denn so ein gemeinsames Essen fördert die Kommunikation untereinander mit all den daraus resultierenden Vorteilen. Auch wird das „Wir-Gefühl“, der Zusammenhalt gestärkt. 

Das gemeinsame Essen in der Familie

Studien haben ergeben, das Kinder aus Familien, in denen regelmäßig gemeinsam gegessen wird, weit aus seltener an Essstörungen erkranken, als solche, bei denen es das gemeinsame Essen in der Familie nicht gibt.

In „alten Zeiten“ gehörte es sich nicht, beim Essen zu reden. Diese Zeiten sind heute zum Glück vorbei. Beim Essen soll geredet werden. Das gefällt mir immer bei den Italienern: Da hat das gemeinsame Essen – vor allem in der Familie - einen hohen Stellenwert.

Damit das gemeinsame Essen zu einer kleinen Auszeit vom Alltagsstress und eine Ruheinsel in der Hektik wird, sollten ein paar „Regeln“ beachtet werden:

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-         Konflikte auf später verschieben
Alle konfliktreichen und sorgenvollen Themen sollten nicht beim Essen besprochen werden. Sehr schnell sinkt die Stimmung. Für solche Gespräche sollte man sich eigens Zeit nehmen.
Das Aussparen solcher Themen beim Esstisch ist eine reine Vereinbarungssache. Deshalb: Überzeugen Sie Ihre Familie, dass beim Essen über heikle Themen nicht gesprochen wird, sondern vereinbaren Sie hierfür einen späteren Zeitpunkt. Dieser sollte aber auch eingehalten werden.
Erlebnisse, die während des Tages vorgefallen sind, gemeinsame Unternehmungen planen – über all das lässt sich herrlich plaudern. Oder jeder erzählt von seinem lustigsten oder schönsten Erlebnis – auch damit richtet sich der Fokus auf Positives.

  • Störer ausschalten
    In einigen Familien läuft während des Essens der Fernseher. Dieser übernimmt dann die Rolle des Unterhalters. Aber dann kann man auch gleich alleine essen.  Der Fernseher bremst jedes Gespräch bzw. lässt solche schwer aufkommen.
    Deshalb alle Gerät aus, die als Störer auftreten können: Fernseher, Computer, Radio. Aber auch das Lesen bei Tisch ist nicht gerade gesprächsfördernd.
  • Zeit lassen
    Auch wenn der gesamte Tag hektisch verlaufen ist. Beim Essen sollte man sich immer Zeit lassen. Nicht schnell das Essen hinunterwürgen, um möglichst schnell wieder vor dem Fernseher oder vor dem Computer zu sitzen. Warten, bis alle gegessen haben ist auch ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung. Man kann ja mal versuchen, dass erst nach etwa einer Viertelstunde, nachdem der letzte sein Essen fertig hat, alle vom Tisch aufstehen.
  • Angenehme Atmosphäre schaffen
    Schon mit wenig Aufwand lässt sich der Tisch stimmungsvoll decken: Servietten mit der Jahreszeit entsprechenden Motiven, Teelichter, Blumen etc. An einem schön gedeckten Tisch isst man einfach lieber.
  • Jeder hilft mit
    Wenn jeder beim Decken des Tisches und beim Abräumen mithilft, ist das auch eine schöne Gewohnheit.
    Weil wir grad beim Tischdecken sind: In einigen Ländern gibt es den Brauch, dass immer ein Gedeck mehr auf den Tisch kommt, als „Esser“ sind. Dieses ist für einen eventuell hinzukommenden Gast bzw. Besucher. Ein schöner Brauch, finde ich. Er symbolisiert Gastfreundschaft und Kindern wird damit auch unbewusst Toleranz vermittelt.

Pflegen Sie das gemeinsame Familienessen und wenn ja, haben Sie weitere Tipps für ein gelungenes Essen? Schreiben Sie doch Ihre Meinung in das Kommentarfeld – ich freue mich!

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