Diese Frage wurde wohl schon jedem von uns einmal gestellt. Es ist eine sehr beliebte, weil auch gute Smalltalk-Einstiegsfrage. Vielleicht nervt sie schon den einen oder anderen. Aber diese Frage birgt eine ausgezeichnete Möglichkeit, sich und seine Leistungen zu präsentieren.
Und das ist die Basis für Networking.
So sollte es ablaufen
Nehmen wir an, Sie sind auf einer Veranstaltung, auf einer Messe oder wo auch immer, und Ihnen wird genau diese Frage gestellt. Damit haben Sie schon mal die Aufmerksamkeit zu Ihrer Person. Damit diese Aufmerksamkeit mit der Antwort nicht sofort schwindet und der Fragesteller „weiterzieht“, gilt es seine Neugierde zu wecken.
Und wenn Sie den Fragesteller mit Ihrer „Kurzpräsentation“ neugierig gemacht haben, dann haben Sie schon gewonnen. Sollte der Gegenüber auch Bedarf an Ihren Leistungen haben – das kann ohne Weiteres auch zu einem viel späteren Zeitpunkt sein – dann haben Sie einen fruchtbaren Boden für eine mögliche Geschäftsbeziehung geschaffen.
Soweit so gut! Was aber am besten antworten auf die Frage „Was machen Sie beruflich?“
Die Antwort darauf sollte nicht ausschweifend sein, sondern kurz, einfach und – wie bereits erwähnt – neugierig machen auf mehr. Dazu ein Beispiel aus der Praxis:
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Vor einiger Zeit war ich bei einem Vortrag. Nach dem Vortrag gab es einen Umtrunk. Damit wurde den Teilnehmern noch eine Austauschmöglichkeit geboten. Und so habe ich mich auch mit einem Teilnehmer unterhalten. Als Gesprächseinstieg war das Vortragsthema natürlich hervorragend geeignet. Und schließlich habe ich meinem Gegenüber die Frage gestellt: „Und welchen Beruf gehen Sie nach?“
Seine Antwort: „Ich bin im Unternehmen XY tätig und unterstütze Menschen bei der Organisation Ihres Arbeitsalltags.“
Also er hat nicht direkt seinen Beruf genannt, sondern hat mit seiner Umschreibung mein Interesse geweckt. Nun wollte ich mehr wissen. Er fuhr fort:
„Also wir produzieren u. a. Zeitplanbücher, für deren Vertrieb ich zuständig bin. Unsere Zeitplanbücher haben einen wesentlichen Vorteil gegenüber den anderen auf den Markt.“
Der Spannungsbogen
In drei Sätzen hat er den Spannungsbogen angezogen und meine Neugierde geweckt. Nachdem er das Produkt näher beschrieben und die Besonderheiten und Vorteile aufgezählt hat, spielte er mir wieder den Ball zu. „Dieses Zeitplanbuch ist sicher auch für Ihre Kursteilnehmer interessant. Sehr gerne schicke ich Ihnen ein Gratisexemplar zu!“
„Ein guter Verkäufer“, dachte ich bei mir. Mich hat es schon fasziniert, wie er auf die einfache Frage nach dem Beruf sich bzw. sein Produkt in wenigen und prägnanten Sätzen optimal präsentiert hat.
Nutzen auch Sie diese Möglichkeit
Überlegen Sie, wie Sie mit Ihrer Antwort auf die Berufs-Frage Ihr Gegenüber neugierig machen.
Machen Sie sich dazu erst mal ein paar Notizen. Notieren Sie verschiedene Antwort-Versionen auf ein Blatt Papier. Testen Sie diese Versionen, indem Sie Bekannte Ihre Antworten vorlesen. Welche Antwort kommt am besten an, welche macht am meisten neugierig – auch in Hinblick dessen, dass der oder die FragestellerIn nicht unbedingt zu Ihrer Zielgruppe gehört.
Feilen Sie an Ihrer Kurzpräsentation, bis Sie das Optimum gefunden haben.
Wenn Sie öfters auf Veranstaltungen sind, um beispielsweise Geschäftskontakte zu knüpfen, werden Sie mit Ihrer „neuen Kurzpräsentation“ den ein oder anderen Fisch an Land ziehen.