Lesen Sie hier, was passieren kann, wenn man die Datensicherung vernachlässigt und wie die Datensicherung am einfachsten klappt.

Datensicherung: Drei Jahre Arbeit umsonst

Eine fehlende Datensicherung kann schmerzhaft sein: Vor kurzem habe ich in einer Onlinezeitung ein Interview mit einem noch unbekannten Autor gelesen. Hier ein Auszug davon:

"…In meiner Jugend habe ich auch einen Roman geschrieben. Allerdings wurde bei mir eingebrochen und auch mein Laptop, auf dem ich den Roman abgespeichert hatte, gestohlen. Leider gab es keine Sicherheitskopie… An diesem 350seitigen Roman habe ich über drei Jahre lang gearbeitet… Ich versuchte den Roman neu zu schreiben. Zwar hatte ich die Geschichte noch ganz gut im Kopf, musste dann aber einsehen, dass ich früher viel geistreicher formuliert hatte, viel witziger, viel dynamischer. Irgendwann habe ich dieses Projekt dann aufgegeben...“

Vielleicht ergeht es Ihnen ähnlich wie mir. Die Vorstellung, drei Jahre mehr oder weniger umsonst in ein Projekt gesteckt zu haben, hat mich erschreckt. Keine Sicherungskopie anzulegen kann man wohl als jugendlichen Leichtsinn bezeichnen, aber im Nachhinein sind wir wohl alle klüger.

Datensicherung einmal anders

Da ich in dieser Hinsicht sehr vorsichtig bin, möchte ich Ihnen heute meine Methode der Datensicherung vorstellen, die ich privat zu Hause anwende. In Firmen hingegen gibt es ja meist spezielle Datensicherungsmethoden. Hier ist meine Methode aufgrund des zu sichernden Datenumfangs auch nicht anwendbar.

Folgende Methode wende ich also privat an, wo ich relativ wenige Dateien regelmäßig sichern muss:

Ich habe - wie wohl die meisten von Ihnen auch - eine Webadresse, beispielsweise bei Yahoo, Google, Hotmail etc. Diese Webanbieter stellen heute mit der E-Mail-Adresse einen relativ großen Speicherplatz (bis zu 1 GByte) zur Verfügung. Dort habe ich mir einen eigenen Ordner mit dem Namen Sicherung angelegt.

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Wenn ich nun zu Hause an einem wichtigen Dokument arbeite, schicke ich mir diese Datei per Mail an meine Webadresse und verschiebe diese in den Ordner Sicherung (Wenn Sie nur eine Webadresse haben, können Sie an sich selber eine E-Mail senden). Meistens sind meine Dokumente Word- oder Excel-Dateien von geringer Größe. Deshalb geht das sehr schnell. (Empfehlenswert für diese Methode ist ein DSL-Anschluss).

Ich erspare mir damit das regelmäßige umständliche Brennen auf CD, oder das Sichern auf einem anderen Speichermedium. Weiters habe ich weltweit Zugriff auf meine wichtigsten Dateien. Sollte mein Laptop gestohlen werden oder meine Wohnung abbrennen – hoffentlich passiert das nicht so schnell :-) – habe ich trotzdem immer noch meine wichtigsten Dateien auf meinem Webkonto gesichert.

Natürlich ist diese „Sicherungsmethode“ nicht für heikle (Firmen)Daten geeignet. Aber für persönliche Dateien ist sie in vielen Fällen hervorragend anwendbar.  

Vielleicht eignet sich diese Datensicherung auch für Sie. Wie sichern Sie Ihre wichtigen Dateien und Dokumente zu Hause?    

Kommentare

Akawee
2009-04-04 11:27
Hallo Herr Heidenberger,

ich lese Ihren Blog sehr gern, dass Thema Datensicherung über ein Emailklonto zu erledigen finde ich blauäugig. Kein Freemailanbieter sichert Ihnen eine 100%ige Verfügbarkeit zu. Zudem kann ein Emailserver durch Angriffe von außen stark beschädigt werden und zu Datenverlusten führen. Zudem sind Sie verantwortlich für die Sicherung Ihres Emailkontos verantwortlich. Ich Schlage für die Datensicherung einen USB Flashspeicher vor. Diese sind günstig und können beispielsweise in einem Bankschliessfach deponiert werden.
Heidenberger Burkhard
2009-04-05 16:08
Hallo Akawee,

wie im Artikel geschrieben, ist die beschriebene Methode der Datensicherung nicht für heikle Daten geeignet und zwar genau aus den von Ihnen erwähnten Gründen.

Bei mir kommt es gelegentlich vor, dass ich an einem Artikel oder an einem eBook über mehrere Tage verteilt schreibe. Bevor ich den Computer runterfahre, schicke ich diese Textdatei per Mail gleich an meine Webmail-Adresse. Textdatei gesichert.

Sollte die die Festplatte kaputt gehen, der Laptop gestohlen werden oder er lässt sich aus anderen Gründen nicht mehr starten, wäre meine Textdatei und damit die ganze Arbeit umsonst.

Der Datenverlust wäre nicht besonders "tragisch", weil es keine heiklen Daten sind, aber eben sehr ärgerlich, weil die ganze Arbeit umsonst gewesen wäre.

Für solche Zwecke finde ich die beschriebene Methode der Datensicherung gut geeignet, weil einfach und schnell durchführbar und die Daten eben nicht besonders „wertvoll“ sind. Die Wiederbeschaffung ist simpel und schnell durchführbar.

Daten auf einen USB-Flashspeicher speichern und den Flashspeicher in einem Bankschließfach hinterlegen würde ich eher für besonders heikle Daten vorschlagen. Und auch nur für solche Daten, die nicht regelmäßig aktualisiert werden, da sonst der Aufwand dieser Art der Datensicherung zu groß wäre.

Burkhard Heidenberger

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