Hier erfahren Sie Tipps und Tricks, wie Sie im Büro Energie und damit wesentliche Kosten sparen.

Energiesparen im Büro – so geht’s

Gut, dass sich mittlerweile das Bewusstsein fürs Energiesparen gesteigert hat. Aber meist gilt das nur für die eigenen vier Wände, auch deshalb, weil es sich dort direkt auf das eigene Geldbörserl auswirkt.

Aber auch im Büro stecken viele Möglichkeiten, um Energie zu sparen. Mit ein bisschen guten Willen lassen sich dabei sogar Energieersparnisse bis zu 20% erreichen - und das ohne größeren Aufwand.

Um das zu erreichen, muss zuerst mal bei den Mitarbeitern das Bewusstsein für das Energiesparen geweckt werden. Damit hat man die Basis für eine Änderung des Nutzerverhaltens geschaffen.

Aber welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, um im Büro Energie zu sparen?

Gut, fangen wir an:

  • Licht aus
    Ich kenn es ja von mir selber. Ich hatte früher den ganzen Tag das Licht im Büro an, auch dann, wenn es nicht erforderlich war. Aber auch in anderen Räumen – wie z.B. Gänge, Küche, Toiletten – sollte man darauf achten, dass die Beleuchtung nur bei Erfordernis eingeschalten wird.Ideal sind hier Bewegungsmelder, welche heute in vielen Büros für Nebenräume bereits zum Standard gehören. Damit kann es nicht passieren, dass man das Licht zum abdrehen vergisst, und dieses die ganze Nacht durchbrennt. Also die Beleuchtung nur in Bereichen und Räumen dann an, wenn dies tatsächlich erforderlich ist.
  • Energiesparlampen verwenden
    Glühlampen werden ohnehin vom Markt verschwinden und den Energiesparlampen Platz machen. Und das ist gut so! Denn veraltete Lampen sind Energiefresser. Tauschen Sie diese gegen Energiesparlampen aus. Diese sind zwar in der Anschaffung teurer, aber das amortisiert sich durch die resultierende Energieersparnis innerhalb kurzer Zeit.
  • Richtiges Lüften
    In einigen Büros ist das Fenster den ganzen Tag gekippt. Wenn das während des Heiz- bzw. Kühlbetriebs der Fall ist, dann verabschiedet sich damit wertvolle Energie durch das Fenster.
    Deshalb sollte auf ein effektives Lüften geachtet werden, und das wird mit der Stoßlüftung erreicht.
    Beim Stoßlüften wird das Fenster mehrmals täglich für 5 - 10 Minuten komplett geöffnet. Damit kühlt der Raum nicht so schnell aus und es muss keine zusätzliche Energie aufgebracht werden, um die Bauteile wieder mit aufzuheizen – wie das bei einem permanenten Lüften (gekipptes Fenster) der Fall ist.
  • Dichte Fenster
    Je älter die Fenster, desto undichter sind diese üblicherweise. Das bedeutet, dass es durch die undichten Fugen einen permanenten Energieverlust gibt. Sollten die Fenster in Ihrem Büro auch undicht sein, dann erreichen Sie schon sehr viel, wenn Sie die Stöße mit einem Dichtband bekleben. So ein Fugendichtband bekommen Sie günstig im Fachhandel.
  • Klimaanlage und Heizung effizient nutzen
    Eine Klimaanlage kann schon eine Wohltat im Sommer bei heißen Tagen sein. Ohne eine solche herrschen in vielen Büros unerträgliche Arbeitsbedingungen. Aber manchmal wird mit der Klimatisierung übertrieben. Die Büros werden so weit herunter gekühlt, dass man sich noch dazu durch den Wechsel von kalt/warm im Sommer eine Erkältung holt.
    Jedes Grad, welches im Sommer bei der Raumtemperatur nicht runter gekühlt wird, ist eine Energieersparnis – und das keine kleine. Dasselbe gilt für die Heizung im Winter: Je geringer die Raumtemperatur, desto größer die Energieersparnis. Natürlich sollte man nicht frieren.
  • Geräte ausschalten
    Elektrische Geräte verbrauchen auch Energie, wenn sie  im Standby-Modus sind. Und im Büro gibt es nun mal eine Menge solcher elektrischer Geräte. Deshalb: Wenn Sie das Büro am Abend verlassen, alle Geräte ausschalten: Kopierer, Plotter, Geräte in der Büroküche etc.
    Besonders praktisch sind Steckerleisten mit einem Ein-/Aus-Schalter. Daran lassen sich mehrere Geräte anstecken und mit einem Klick alle ausschalten.
  • Bildschirmschoner deaktivieren
    Die modernen Monitore benötigen keinen Bildschirmschoner mehr. Deshalb: Deaktivieren Sie diesen und aktivieren Sie dafür die Umschaltung in den Standby-Modus. Wenn Sie mal eine Pause einlegen oder nicht am PC arbeiten, wird automatisch der Standby-Modus aktiviert und damit Energie gespart.

Energiesparen ins Bewusstsein holen

Wie kann nun bei den Mitarbeitern das Bewusstsein fürs Energiesparen geweckt werden?

  1. Durch Information: Diese kann durch eine interne Besprechung erfolgen, zusätzlich durch eine Informationsbroschüre oder ein Schreiben, in dem alle möglichen bzw. gewünschten Energiesparmaßnahmen aufgelistet sind.
  2. Durch Hinweise bei entsprechenden Geräten, z.B. Bitte nach Benützung Gerät ausschalten. Danke!
  3. Durch Kontrolle: Wenn Sie Vorgesetzter sind, dann sollten Sie vor allem anfangs darauf aufmerksam machen, wenn die gewünschten Sparmaßnahmen nicht eingehalten bzw. vergessen werden.
  4. Durch Sichtbarmachen der Erfolge: Auch wichtig für die Bewusstseinsbildung ist das Sichtbarmachen von Erfolgen. Mitarbeiter sollen sehen, was die Summe der Maßnahmen bringt. Das könnte z.B. durch eine Infomail an alle Mitarbeiter sein, in der die reduzierten Energiekosten gegenüber dem Vormonat aufgelistet werden.
  5. Anreize schaffen:
    Durch das Sichtbarmachen der Erfolge wird auch immer ein Anreiz geschaffen, den erreichten Erfolg zu toppen. Wenn also im Vormonat X Euro Energiekosten gespart werden konnten, so muss es doch möglich sein, diese nochmals zu reduzieren – einen neuen Energiesparrekord aufzustellen. Das sollte natürlich auch belohnt werden und zwar mit etwas, wovon jeder Mitarbeiter etwas hat.

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