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Burnout ist ja mittlerweile weitgehend bekannt – also das „Ausgebranntsein“ durch Überforderung und Stressbelastung über einen längeren Zeitraum. Weit aus weniger bekannt ist das Syndrom Boreout. Im Grunde ist Boreout das Gegenteil von Burnout.
Unter Boreout „leiden“ Personen, die in ihrer Arbeit über einen längeren Zeitraum an Unterforderung, Langeweile und Desinteresse leiden. Und dieses Boreout-Syndrom kann auch krank machen, so wie das bei einer dauernden Stressbelastung der Fall ist.
Personen, die in ihrer Arbeit ständig unterfordert sind, sich langweilen und dabei gleichzeitig so tun (müssen), als ob sie stark beschäftigt sind, können schließlich folgende Symptome aufweisen:
Den ganzen Tag lang mehr oder weniger nichtstuend im Büro sitzend mag für die eine oder andere stressgeplagte Person vielleicht verlockend klingen, aber auf Dauer kann das sehr belastend sein.
Davon kann ich auch ein Lied singen: Nach meinem Studium habe ich mit der Arbeit in einem technischen Büro begonnen. Die Arbeit hat mir Spaß gemacht, aber um die Firma war es finanziell schlecht bestellt.
Ein halbes Jahr im Unternehmen ist es zu einem Ausgleichsverfahren gekommen. Keine Aufträge mehr. Von einem Tag auf den anderen gab es für uns Mitarbeiter keine Arbeit mehr. Nichtsdestotrotz mussten wir noch über eine Woche lang ins Büro. Bei keiner Arbeit im Büro und damit ständiger Unterforderung kann so ein Büroarbeitstag sehr, sehr lang sein.
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Brief, Fax, Ordnerrücken, Gutschein, Einladung, Lebenslauf, Bücherliste und viele mehr.
Und das Seltsame dabei: Wenn dann mal doch eine Kleinigkeit zu erledigen ist – z.B. einen kurzen Bericht schreiben – sträubt man sich dagegen. Man wird auf eine gewisse Art „faul“ und lustlos.
Am Abend zu Hause war ich oft mehr müde, als früher bei einem stressigen Tag. Aber bei mir hat diese Phase zum Glück nur gut eine Woche gedauert, bis ich in ein anderes Unternehmen gewechselt bin.
Voraussetzung ist, dass man überhaupt bereit ist, an dieser Situation etwas zu ändern. Wenn das der Fall ist, sollte man unbedingt die Aussprache mit dem Vorgesetzten suchen.
Vielleicht ist die Zuteilung neuer Aufgaben oder Aufgabenbereiche möglich?
Wo bzw. wem können Sie Ihre Unterstützung oder Hilfe anbieten?
Sollte sich an der Situation oder den Möglichkeiten nichts ändern, sollte man unbedingt einen Arbeitsplatzwechsel in Erwägung ziehen.
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