Können Sie delegieren? Hier erfahren Sie, ob Sie das können und wie Sie das lernen.

Können Sie delegieren?

Aufgaben delegieren ist eine Kunst, die jede Führungskraft beherrschen sollte.

Nicht jeder hat die Möglichkeit, Aufgaben zu delegieren – also an andere Personen weiter zu übertragen – weil es z.B. die Position im Unternehmen nicht erlaubt, oder wenn man ein Einzelunternehmer ist, also sein eigener Chef ohne Mitarbeiter.

Aber wer die Möglichkeit hat, Aufgaben zu delegieren, sollte diese auch nutzen. Denn es ist ja so: Jeder hat nur eine begrenzte tägliche Arbeitszeit zur Verfügung. Wenn man sich entlasten will, so gibt es im Grunde nur zwei Möglichkeiten:

  • Man arbeitet effizienter, sei es durch besseres Zeitmanagement oder durch Hilfsmittel, die einem die Arbeit erleichtern (z.B. eine Software), damit man mehr Aufgaben in der gleichen Zeit erledigen kann,
  • oder man delegiert Aufgaben. Auch dadurch werden mehr Aufgaben in der gleichen Zeit geschafft – auch wenn es durch fremde Hilfe ist.

Man darf aber auch nicht den Fehler machen, dass man den erforderlichen Zeitaufwand des Mitarbeiters für die Erledigung der Aufgabe mit dem eigenen vergleicht. Meist schließt dabei der Mitarbeiter schlechter ab. Aber der Stundensatz des Mitarbeiters ist auch ein ganz anderer, als jener eines Vorgesetzten. Und dann sieht die Rechnung schon wieder etwas anders aus.

Auch wenn ich mich wiederhole: Wenn Sie die Möglichkeit haben, Aufgaben zu delegieren, dann nutzen Sie diese!

In meinen Zeitmanagement-Kursen waren öfters Teilnehmer, die zwar die Möglichkeit in Ihrem Unternehmen hatten, aber sie nicht nutzen wollten. Und wenn ich dann nachgefragt habe, wieso das so ist, wurden meist die gleichen Gründe genannt:

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  • Ich erledige lieber alles selbst, dann weiß ich, dass es passt!
  • Mir ist der Aufwand für die Korrekturen und für das Delegieren zu groß.
  • Selten schaffen die Mitarbeiter die Aufgaben in der von mir vorgegebenen Zeit.
  • Habe ich mal eine Aufgabe delegiert, kommen ständig Rückfragen, die mich wiederum Zeit kosten.
  • Meine Mitarbeiter haben sonst schon genug Arbeit, ich will sie nicht mit zusätzlichen Aufgaben belasten.
  • Wenn ich Aufgaben delegiere, verliere ich den Überblick über die offenen Aufgaben.
  • Delegierte Aufgaben bleiben oft liegen, so dass ich sie letztendlich doch wieder selber erledigen muss.

Diese und ähnliche Gründe werden genannt.

Natürlich ist es auch von den Mitarbeitern abhängig, also wem man eine Aufgabe überträgt. Einem verlässlichen und kompetenten Mitarbeiter überträgt man gerne Aufgaben mit der Gewissheit, dass diese auch zur Zufriedenheit erledigt werden.

Aber zum Delegieren gehören immer zwei dazu. Die eine Seite, die die Aufgaben „richtig“ delegiert, die andere Seite, die die Aufgabe „richtig“ erledigt.

Das Delegieren ist ein Lernprozess, für beide Seiten. Es dauert oft eine ganze Weile, bis man ein eingespieltes „Delegations-Team“ ist.

Wie man richtig und am effektivsten delegiert, habe ich bereits hier beschrieben.

Wie schaut es bei Ihnen mit dem Delegieren aus?

 

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