Gedächtnistraining soll unseren „Gedächtnismuskel“ fit machen und halten. Aber wie bei jedem Training gehört auch etwas Selbstdisziplin, meist auch Überwindung dazu. Je mehr Spaß ein Training macht, desto weniger Selbstdisziplin und Überwindung ist notwendig.
Heute stelle ich Ihnen ein Gedächtnistraining vor, das Spaß macht. Und noch mehr: Es fördert die Kreativität und die Phantasie.
Unser Gehirn kann sich Bilder sehr gut merken. Je „stärker“ das Bild, desto besser die Erinnerung daran. Je abstrakter, je ungewöhnlicher und je mehr Emotionen damit verbunden sind, desto „stärker“ das Bild.
Aber viele Dinge, die wir täglich sehen und Dinge, die wir uns merken wollen bzw. müssen, sind weder abstrakt noch ungewöhnlich.
Na gut, dann müssen wir sie eben so gestalten.
Vielleicht hilft Ihnen da meine Gedächtnistrainings-Methode.
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Es gibt Menschen, die werfen einen Blick auf etwas und können sich sofort an viele Details - seien sie auch noch so klein – erinnern.
Ich gehörte nicht dazu, was wohl auch daran liegen mag, dass ich ein sehr „rechtshirnlastiger“ Mensch bin und mir solche Details manchmal gar nicht auffallen. Aber ich habe mir eine Gedächtnistrainings-Methode zusammengebastelt, um mir solche Details zu merken.
Mein Superflogobjekt
In meiner Vorstellung habe ich ein Superflugobjekt. Dieses Flugobjekt ist für alle anderen unsichtbar. Darin sitze ich superbequem, angenehme Wohlfühltemperatur, ich lenke es mit einem Steuerknüppel, kann auf Automatik schalten, kann mich mit dem Flugobjekt ganz klein zoomen, kann damit superschnell fliegen. Mein Flugobjekt hat einen nicht hörbaren Antrieb mit unerschöpflicher Energie. Soweit so gut!
Jetzt fragen Sie sich vielleicht, was das alles mit Gedächtnistraining zu tun hat. Ok, hier die Erklärung:
Wenn ich beispielsweise einen Raum betrete, und ich möchte mich später an mehrere Einzelheiten in diesem Raum erinnern, stelle ich mir folgendes vor:
Ich setze mich in mein Flugobjekt, zoome mich damit ganz klein und sause unsichtbar durch den Raum. Ich fliege also durch den Raum, mache Lande- und Ausweichmanöver auf bzw. bei den verschiedenen Gegenständen im Raum. Messe Abstände mit meinen Messinstrumenten an Bord, mache Bilder, dokumentiere…
Vielleicht kommt Ihnen diese Methode etwas seltsam vor. Mir hilft dieser „Flug“ aber sehr viele Details zu merken. Einfach deshalb, weil ich damit viele abstrakte Bilder an mein Gehirn liefere.
Probieren Sie es aus
Probieren Sie diese Methode einfach gleich aus. Sie können sich natürlich auch etwas anders vorstellen, beispielsweise wie ein kleiner muskelbepackter Zwerg die diversen Gegenstände im Raum stemmt. Also los geht’s:
Geben Sie sich zwei Minuten. Ab jetzt. Schauen Sie sich in dem Raum um, in dem Sie sich gerade befinden. Stellen Sie sich nun vor, wie der Schwarzenegger-Zwerg wild durch den Raum springt, die verschiedenen Gegenstände verschiebt, in die Höhe stemmt, umwirft etc.
Wenn die zwei Minuten um sind, schließen Sie die Augen. Erinnern Sie sich nun an die Gegenstände und wo genau sie platziert sind.
Und, sind Sie erstaunt, wie viel Sie sich merken konnten?
Ich bin es immer wieder. Mit dieser kleinen Übung wollte ich Ihnen nur zeigen, wie gut sich unser Gedächtnis abstrakte, lustige, ungewöhnliche Bilder merken kann. Machen Sie sich diese Tatsache zu Nutze durch gezieltes Gedächtnistraining. Viel Spaß dabei!