Wussten Sie, dass Sie mit Outlook eine Aufgabe auch delegieren können? Wenn nicht, möchte ich Ihnen hier zeigen, wie das geht. Denn es ist wirklich eine feine Sache.
Für uns alle hat der Tag „nur“ 24 Stunden, daran können wir nichts ändern. Aber etwas können wir tun, um „mehr Zeit zu gewinnen“: Wir können die Anzahl der selbst zu erledigenden Aufgaben verringern und zwar durch delegieren.
Um mit Outlook eine Aufgabe delegieren zu können, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:
Wenn Sie in einem großen Büro arbeiten und/oder mit mehreren Mitarbeitern, die räumlich getrennt sind und deshalb nicht täglich persönlichen Kontakt haben, bietet sich diese Möglichkeit des Delegierens förmlich an.
Besonders praktisch ist die Möglichkeit, dass man den Erledigungsfortschritt der delegierten Aufgabe verfolgen kann. Damit verlieren Sie nicht den Überblick und Terminverzüge lassen sich damit leichter verhindern.
Also wenn ich in meinem Outlook sehe, dass meine delegierte Aufgabe an Rudi Gernbequem noch nicht mal zur Hälfte erledigt ist und diese bis Morgen fällig ist, werde ich Rudi mal ein bisserl Feuer machen
Aufgaben delegieren Sie in Outlook mit einer so genannten Aufgabenanfrage.


Delegierte Aufgaben erkennen Sie in der Aufgabenliste am Handsymbol.

Nehmen wir an, Sie haben nun mehrere Aufgaben delegiert. Jetzt möchten Sie natürlich in Ihrer Aufgabenliste auch sehen, an wen Sie welche Aufgabe delegiert haben, zu wieviel Prozent die Aufgabe erledigt ist, welche Aufgabe schon erledigt ist und wann welche Aufgabe fällig ist. Nur dann können Sie auch wirklich Aufgaben effizient weiterverfolgen.
Um das zu ermöglichen, müssen Sie in die Ansicht Übertragene Aufgaben wechseln.

So, nun haben Sie den Übersicht auf alle delegierten Aufgaben.
Diese Ansicht können Sie dann noch beliebig anpassen, z.B. indem Sie zur besseren Übersicht noch einige Spalten einblenden. Auch das geht ganz einfach.Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine Spaltenüberschrift, z.B. auf Betreff. Dann erscheint das Kontextmenü mit dem Befehl Feldauswahl:

Einfach drauf klicken und es öffnet sich das Feldauswahlfenster. Dort noch im Pulldown-Menü Alle Aufgabenfelder auswählen. Nun können Sie Ihre aktuelle Aufgabenansicht Übertragene Aufgaben mit zusätzlichen Spalten ergänzen. Das geht, indem Sie ein Feld mit gedrückter linker Maustaste in die Spaltenüberschrift ziehen.
Sobald dort der rote Doppelpfeil erscheint, können Sie die Maustaste loslassen und die neue Spalte wird eingefügt:
Ich habe auf diese Weise in meiner Ansicht Übertragene Aufgaben noch die Felder % erledigt und Erledigt am ergänzt.

Indem ich auf die Spaltenüberschrift Fällig am klicke, werden die Aufgaben nach dem Fälligkeitstermin sortiert.
So sehe ich sofort, welche der delegierten Aufgaben als nächstes fällig sind und zu wieviel % diese erledigt sind und kann entsprechend rechtzeitig reagieren.
Wenn Sie nun eine Aufgabenanfrage verschicken, dann hat der Empfänger die Möglichkeit, die Aufgabe abzulehnen, anzunehmen oder diese einer anderen Person zu übertragen. Jaja, die Delegationskette :-)
Auch wenn diese Aufgabe weiter übertragen wird, erhalten Sie trotzdem den Erledigungsstatus per Mail. Also egal, an wieviele Personen die Aufgabe weiter übertragen wird, sie wissen immer für den Erledigungsfortschritt bescheid, egal wer schlussendlich die Aufgabe erledigt.
So wie Sie Aufgabenanfragen per Mail verschicken können, können Sie auch Terminanfragen verschicken. Das gleiche Prinzip – das ist schon eine feine Sache.
Immer wieder kommt es vor, dass Aufgabenanfragen bzw. Terminanfragen, welche übers Internet versendet werden, beim Empfänger fehlerhaft eintreffen, z.B. kann dieser die Anfrage weder bestätigen noch ablehnen. Der Grund liegt darin, dass solche Anfragen Skripte enthalten, die auf dem Weg zum Empfänger durch Spamfilter, Virenscanner oder Firewalls geblockt oder beschädigt werden. Darauf hat man leider wenig Einfluss.
Sodala, jetzt haben Sie gesehen, dass Outlook auch bei der Aufgabendelegation ein starkes Tool ist. Nutzen Sie es, wenn Sie die Möglichkeit haben. Vor allem dann, wenn Sie in der Regel viele Aufgaben delegieren. Damit behalten Sie den Überblick.
Lassen Sie nun mal einen Blick über die Aufgaben in Ihrer Liste schweifen, und fragen Sie sich bei jeder einzelnen, ob Sie diese delegieren können und dadurch mehr Zeit für Wichtigeres gewinnen.
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