Sie wollen Ihren Job wechseln, also kündigen? Dann sollten Sie unbedingt Einiges beachten! Was, das lesen Sie hier.

Jobwechsel: Das sollten Sie beachten

Einen Jobwechsel haben wohl die meisten bereits hinter sich. Dafür kann es mehrere Gründe geben: Man sucht eine neue Herausforderung, man ist mit der Arbeit, mit dem Umfeld oder mit den Bedingungen nicht (mehr) zufrieden. Um nicht vom Regen in die Traufe zu kommen, sollte der Jobwechsel gut überlegt sein.

  • Bevor Sie den Jobwechsel in die Tat umsetzen, sollten Sie vorab klären, wieso Sie die Firma verlassen wollen. Was sind die genauen Gründe? Ist es nur ein vorübergehendes Bedürfnis? Besteht Aussicht, dass sich etwas an der Situation in der Firma ändert? Gibt es eine Möglichkeit, dass Sie das Problem intern lösen können?
  • Wenn nein, ist der Jobwechsel sicher eine gute Lösung.
  • Schreiben Sie eine Wunschliste. Was soll am neuen Arbeitsplatz besser sein, wie sollte das Umfeld, wie die Arbeit sein? Beantworten Sie diese Fragen für sich schriftlich (!). Dadurch können Sie bei der Jobsuche gezielter vorgehen.
  • Wenn Sie einen neuen Job gefunden haben, sollten Sie sich vor dem Wechsel im Klaren sein, was die neue Arbeit mit sich bringt – nicht nur für Sie persönlich, sondern auch für den Partner, die Familie. Ist mit der neuen Arbeit auch ein Ortswechsel verbunden?
  • Bevor Sie kündigen, sollten Sie sich über die Kündigungsfrist, die Kündigungsbedingungen und eventueller Klauseln gut informieren. Üblicherweise ist das im Dienstvertrag festgehalten. Wenn das Unternehmen Ihre Weiterbildung (Schulungen, Kurse etc.) bezahlt hat, kann es sein, dass Sie einen Teil dafür zurückzahlen müssen.
  • Gehen Sie im Guten auseinander. Auch wenn es manchmal schwer fällt, bleiben Sie höflich und fair. Vielleicht ist sogar eine kleine Abschiedsfeier drinnen. Bedanken Sie sich bei Ihren Vorgesetzten und bei Ihren Kollegen für die angenehme Zusammenarbeit – sollte das zutreffen. Das hilft, um in guter Erinnerung zu bleiben. Wenn Sie im Guten gehen, können Sie sich immer wieder melden. Oft ist es so, dass man noch etwas vom alten Arbeitgeber benötigt, sei es fürs Finanzamt, für den neuen Arbeitgeber etc.
  • Kündigen Sie aber erst, sobald Sie die feste Zusage für den neuen Job haben – am besten vertraglich unterschrieben. Sonst kann es passieren, dass Sie am Ende ohne Arbeit dastehen.
  • In der Firma sind Sie nun der/die Neue. In den ersten Tagen werden mehrere Augen auf Sie und Ihre Arbeit gerichtet sein. Hier gilt es zu überzeugen. Ihr Auftreten gleich zu Beginn hat großen Einfluss auf Ihre weitere Entwicklung in der Firma. Wenn Sie anfangs „Bonuspunkte“ sammeln, wird sich für Sie vieles leichter gestalten. Ein „distanziertes“ freundliches und höfliches Verhalten ist immer noch die beste Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen. Mit distanziert meine ich zurückhaltend. Also nicht versuchen, mit allen gleich gut Freund zu sein. Das wirkt meist aufgesetzt und kommt selten an.

Noch ein paar Tipps für den optimalen Eintritt in die neue Firma

  • Wenn Sie etwas nicht verstanden haben oder etwas unklar ist, fragen Sie.
  • Halten Sie sich zu Beginn mit Tipps und Kommentaren wie „einfacher geht’s, wenn man…“ oder „wir haben das immer so gemacht…“ zurück. Das wird vor allem anfangs gern als Besserwisserei empfunden.
  • Wenn Sie einen Fehler gemacht haben, geben Sie es zu und suchen Sie nicht nach Ausreden.
  • Haben Sie keine Scheu um Hilfe zu bitten. Schon alleine dadurch werden Sie Kontakte aufbauen. Es wird immer jemanden geben, der gerne hilft.
  • Ein Lächeln und ein freundliches Wort war immer schon der beste Eisbrecher. Versuchen Sie, mit allen Kollegen einen Kontakt aufzubauen. Aber bemühen Sie sich nicht offensichtlich darum.
  • Lassen Sie sich nicht in Gruppen hineinziehen. Das fördert das Konfliktpotential.

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