Immer mehr Menschen leiden sprichwörtlich an Arbeitssucht, sind „Workaholics“. Und wie bei jeder Sucht haben auch Personen in direktem Umfeld – vor allem Familie – darunter mit zu leiden. Arbeitssucht ist ein „Phänomen“ unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Zeit.
Besonders gefährdet sind karriereorientierte, ehrgeizige Menschen. Oder Personen, die eine hohe Verantwortung in ihrem Beruf wahrnehmen. Existenzangst und Erfolgsdruck bilden auch fruchtbaren Boden für die Arbeitssucht.
Einem Workaholic geht es ähnlich wie einem Alkoholiker. Während ein Alkoholiker seinen Alkoholkonsum ständig erhöht, erhöht ein Arbeitssüchtiger sein Arbeitspensum. Das klingt ja noch harmlos.
Gefährlich und zur Sucht wird es dann, wenn sich die Gedanken nur mehr um die Arbeit drehen, es kommt zu einem zwanghaften „Immer-mehr-arbeiten“, soziale Kontakte werden abgebrochen, der Körper bekommt kaum noch Ruhepausen. Arbeitssüchtige empfinden Freizeit sogar als „Bedrohung“.
In unserer Gesellschaft wird die Arbeitssucht als solche nicht anerkannt. Auch deshalb, weil es chic ist, viel zu arbeiten. Und als Außenstehender kann man den Unterschied zwischen Fleiß und Arbeitssucht schwer erkennen.
Dann beantworten Sie diese Fragen für sich. Je mehr Sie mit Ja beantworten können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie arbeitssüchtig sind.
Wie jede Sucht hat auch die Arbeitssucht ihre Ursachen, und derer gibt es viele. Hier nur eine kurze Auflistung möglicher Ursachen:
Im Anfangsstadium leidet der Betroffene „nur“ an ständigem Stressgefühl, Schlafproblemen. Der Konsum von Kaffee, Zigaretten, Tabletten und ähnlichem nimmt zu. In weiterer Folge kommt es zum Abbruch der sozialen Kontakte. Chronische Beschwerden (Kopfschmerzen, Magengeschwür, Bluthochdruck etc.) treten auf, auch Depressionen sind häufig. Schließlich kann es sogar zum Burnout, Herzinfarkt oder zu einem Schlaganfall führen.
Wenn Sie die typischen Symptome der Arbeitssucht haben, sollten Sie etwas unternehmen, um dieser Suchtspirale zu entkommen.
Dies ist aber nur dann möglich, wenn Ihnen bewusst ist, dass Sie arbeitssüchtig sind und auch den Willen haben, etwas dagegen zu tun. Die Einsicht bzw. das Eingeständnis ist immer der erste Schritt aus einer Sucht.
Dann geht es darum, das Arbeitspensum so weit wie möglich zu reduzieren bzw. einen sinnvollen Ausgleich zu Arbeit suchen.
Aber meist ist es für Betroffene sehr schwer, alleine von der Sucht los zu kommen. Hilfe bieten hier Therapeuten, aber und vor allem auch Selbsthilfegruppen. Mittlerweile gibt es sogar in vielen Städten die Anonymen Arbeitssüchtigen.
Sollten Sie etwas an Ihrer Situation ändern wollen, und Sie schaffen es nicht alleine, dann nehmen Sie eine solche Hilfe in Anspruch.
Weiterführende Links:
- Selbsthilfegruppe für Menschen mit Arbeitsproblemen oder Arbeitssucht
- Crazy Workers – Für Überengagierte, Workaholics, Arbeitssüchtige und ihre Nächsten
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