Hier erfahren Sie, ob Sie an Arbeitssucht leiden und was Sie dagegen tun können.

Leiden Sie an Arbeitssucht?

Immer mehr Menschen leiden sprichwörtlich an Arbeitssucht, sind „Workaholics“. Und wie bei jeder Sucht haben auch Personen in direktem Umfeld – vor allem Familie – darunter mit zu leiden. Arbeitssucht ist ein „Phänomen“ unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Zeit.

Besonders gefährdet sind karriereorientierte, ehrgeizige Menschen. Oder Personen, die eine hohe Verantwortung in ihrem Beruf wahrnehmen. Existenzangst und Erfolgsdruck bilden auch fruchtbaren Boden für die Arbeitssucht.

Einem Workaholic geht es ähnlich wie einem Alkoholiker. Während ein Alkoholiker seinen Alkoholkonsum ständig erhöht, erhöht ein Arbeitssüchtiger sein Arbeitspensum. Das klingt ja noch harmlos.

Gefährlich und zur Sucht wird es dann, wenn sich die Gedanken nur mehr um die Arbeit drehen,  es kommt zu einem zwanghaften „Immer-mehr-arbeiten“, soziale Kontakte werden abgebrochen, der Körper bekommt kaum noch Ruhepausen. Arbeitssüchtige empfinden Freizeit sogar als „Bedrohung“.

In unserer Gesellschaft wird die Arbeitssucht als solche nicht anerkannt. Auch deshalb, weil es chic ist, viel zu arbeiten. Und als Außenstehender kann man den Unterschied zwischen Fleiß und Arbeitssucht schwer erkennen.

Sie möchten wissen, ob auch Sie an Arbeitssucht leiden oder gefährdet sind?

Dann beantworten Sie diese Fragen für sich. Je mehr Sie mit Ja beantworten können, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie arbeitssüchtig sind.

  • Nehmen Sie Arbeit mit nach Hause bzw. machen Sie täglich Überstunden - und dass schon länger als sechs Monate?
  • Arbeiten Sie auch am Wochenende?
  • Ihre Gedanken drehen sich nur mehr um die Arbeit?
  • Ist es schon vorgekommen, dass Sie heimlich gearbeitet haben?
  • Sie sind der Meinung, dass Sie gar keine Freizeit brauchen?
  • Glauben Sie, dass Sie nicht effizient arbeiten?
  • Sie sind der Meinung, dass Sie nur unter Stress und Druck arbeiten können?
  • Sie sprechen fast ausschließlich über die Arbeit, kaum mehr über Privates?
  • Sie arbeiten auch dann, wenn es nicht wirklich nötig wäre?
  • Sie beurteilen Ihren Tag ausschließlich über die geleistete Arbeit?

Wie kommt es zur Arbeitssucht?

Wie jede Sucht hat auch die Arbeitssucht ihre Ursachen, und derer gibt es viele. Hier nur eine kurze Auflistung möglicher Ursachen:

  • Flucht vor Problemen privater Natur,
  • übermäßiger Wunsch nach Anerkennung,
  • fehlendes Selbstbewusstsein,
  • Angst vor Versagen,
  • der Wunsch, eine Leere auszufüllen (z.B. bei einer Trennung).

Folgen der Arbeitssucht

Im Anfangsstadium leidet der Betroffene „nur“ an ständigem Stressgefühl, Schlafproblemen. Der Konsum von Kaffee, Zigaretten, Tabletten und ähnlichem nimmt zu. In weiterer Folge kommt es zum Abbruch der sozialen Kontakte. Chronische Beschwerden (Kopfschmerzen, Magengeschwür, Bluthochdruck etc.) treten auf, auch Depressionen sind häufig. Schließlich kann es sogar zum Burnout, Herzinfarkt oder zu einem Schlaganfall führen.

Hilfe ist notwendig

Wenn Sie die typischen Symptome der Arbeitssucht haben, sollten Sie etwas unternehmen, um dieser Suchtspirale zu entkommen.

Dies ist aber nur dann möglich, wenn Ihnen bewusst ist, dass Sie arbeitssüchtig sind und auch den Willen haben, etwas dagegen zu tun. Die Einsicht bzw. das Eingeständnis ist immer der erste Schritt aus einer Sucht.

Dann geht es darum, das Arbeitspensum so weit wie möglich zu reduzieren bzw. einen sinnvollen Ausgleich zu Arbeit suchen.

Aber meist ist es für Betroffene sehr schwer, alleine von der Sucht los zu kommen. Hilfe bieten hier Therapeuten, aber und vor allem auch Selbsthilfegruppen. Mittlerweile gibt es sogar in vielen Städten die Anonymen Arbeitssüchtigen.

Sollten Sie etwas an Ihrer Situation ändern wollen, und Sie schaffen es nicht alleine, dann nehmen Sie eine solche Hilfe in Anspruch.

Weiterführende Links:

-         Selbsthilfegruppe für Menschen mit Arbeitsproblemen oder Arbeitssucht

-         Crazy Workers – Für Überengagierte, Workaholics, Arbeitssüchtige und ihre Nächsten

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