Beim Ideenmanagement geht es darum, Ideen zu „produzieren“, diese zu sammeln und umzusetzen bzw. weiterzuentwickeln. Naja, das ist jetzt eine recht trockene Definition. Aber wie schaut Ideenmanagement in der Praxis aus? Wie kann ich Ideen produzieren, finden? Wie verwalten und umsetzen? Fragen über Fragen. Aber jetzt einfach mal der Reihe nach.
Ideen am laufenden Band
Gehören Sie zu den Menschen, die glauben, dass sie selten eine gute Idee haben? Dann ist dieser Glaube vielleicht auch genau der Grund hierfür. Deshalb stelle ich Ihnen folgend eine Technik vor, wie Sie viele Ideen „erzeugen“ können. Und mit Sicherheit ist dann eine gute Idee darunter, auf die Sie aufbauen können.
Gehirnforscher haben festgestellt, dass unser Gehirn bessere Ergebnisse - beispielsweise zu einem Problem liefert, wenn es nicht nur eine Lösung, sondern mehrere liefern soll. Das bedeutet: Wenn Sie einen Menschen bitten, für ein bestimmtes Problem EINE brillante Lösung zu finden, wird er sich schwer tun.
Bitten Sie ihn hingegen, er soll innerhalb der nächsten Stunde mindestens zehn Lösungsvorschläge liefern, klappt das in den meisten Fällen relativ einfach. Und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass genau unter diesen zehn Vorschlägen die brillante Lösung dabei ist.
Diese Erkenntnis können wir uns beim Ideenmanagement zu Nutze machen. Nehmen wir an, Sie möchten sich selbstständig machen oder eine zweite Einnahmequelle finden. Haben aber noch keine Idee, wie Sie das schaffen wollen.
Die Technik
Nehmen Sie sich vor, jede Woche mindestens zwei Ideen für Ihre Selbstständigkeit bzw. zusätzliche Einnahmequelle zu finden. Egal, ob es jetzt gute oder weniger gute Einfälle sind. Hauptsache zwei Ideen. Es klingt zwar paradox, aber das geht einfacher, als nur eine in der Woche zu finden.
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Sie werden merken, dass Ihre Motivation schnell steigt, noch mehr Ideen Ihrem Gehirn entlocken. Auch wenn Sie bei den zwei Einfällen pro Woche bleiben, sind das immer noch knapp über hundert Ideen pro Jahr. Die Wahrscheinlichkeit, dass darunter DIE Idee dabei ist, ist groß. Denn in jeder steckt Potential. Und oft ist es sogar so, dass sich aus der Summe der Einfälle der richtige findet.
Um bei unserem Beispiel zu bleiben: Nutzen Sie den Weg in die Arbeit, Wartezeiten, Pausen etc. um darüber nachzudenken, wie Sie sich selbstständig machen können. Das Unterbewusstsein wird Ihnen entsprechende Vorschläge liefern.
Der beste Boden für viele Ideen ist meiner Meinung nach immer noch Leidenschaft und Begeisterung. Je größer die Begeisterung oder auch je größer der Wunsch ist, etwas zu erreichen, desto mehr Ideen wird Ihnen das Unterbewusstsein liefern.
Ideen sammeln
Beim Ideenmanagement geht es nicht nur darum, Ideen zu „produzieren“, sondern diese auch in einem „Pool“ zu sammeln. Es bringt mir nichts, wenn ich viele habe, sie aber nirgends sammle. Eine Idee ist meist so schnell verpufft, wie sie gekommen ist.
Deshalb: Einfälle gehören sofort notiert oder aufgezeichnet, damit sie nicht verloren gehen. Und damit man nicht den Überblick verliert, gehören sie an einem zentralen Ort gesammelt. Für mich hat sich hier die Kombination aus Notizbuch und Diktiergerät (bzw. Handy mit Diktierfunktion) bewährt. Aber es kann genau so eine Textdatei am PC oder eine Ideenmanagement-Software sein.
Ich habe mir also ein festes Notizbuch besorgt, in dem ich alle meine Einfälle notiere. In diesem Ideenbuch schreibe ich, zeichne, kritzle und male ich. Zusammengehörige Einfälle verbinde ich miteinander usw. Das macht mein Notizbuch lebendig. Es macht richtig Spaß, darin meine Einfälle zu sammeln.
Es ist ja so, dass die besten Einfälle nicht dann kommen, wenn man auf sie wartet. Sie tauchen meist plötzlich auf. Und in solchen Momenten habe ich mein Ideenbuch natürlich nicht parat. Deshalb auch die erwähnte Kombination mit einem Diktiergerät. Ich verwende dafür mein Handy, dass eine Diktierfunktion hat. Somit ist mein Handy eine Art Zwischenspeicher.
Am Abend übertrage ich dann meine Einfälle vom Handy in das Ideenbuch. Ein positiver Nebeneffekt: Das Bewusstsein, dass mir damit keine Ideen verloren gehen, fördert meine Kreativität.
Ideen müssen wachsen
Noch etwas: Sprechen Sie mit anderen Menschen, mit Freunden über Ihre Ideen. Lesen Sie Bücher, Zeitschriften, besuchen Sie Kurse zum Thema. Sie werden viele neue Inputs bekommen. Dadurch werden Ihre Ideen wachsen.
Je mehr Einfälle Sie sammeln, desto mehr wird sich alles zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen. Sehr bald wird sich die für Sie richtige Idee herauskristallisieren. Wenn Sie diese dann gefunden haben, geht es an die Umsetzung. Schritt für Schritt dem Ziel – in unserem Beispiel also der Selbstständigkeit - entgegen.
Und jetzt noch die Kurzfassung der „Ideenmanagement-Technik“:
Ein Tool zulegen, um alle Ideen an zentraler Stelle zu sammeln.