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Mit dieser Frage im Titel geht es mir um das Sie bzw. Du im Unternehmen selbst. In Firmen findet man heute die Siezen- als auch die Duzen-Philosophie. Ich habe beide Varianten „erlebt“.
Ich habe mal in einer Firma gearbeitet, da galt allgemein das Du. Zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten als auch zwischen der Putzfrau und dem Geschäftsführer – alle waren per Du miteinander. Den Geschäftsführer mit dem Vornamen bzw. mit Du anzusprechen, war anfangs schon etwas gewöhnungsbedürftig für mich.
Dann habe ich in einem Unternehmen gearbeitet, da galt zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten und teilweise sogar unter den Mitarbeitern das Sie. Also das klare Gegenteil.
Was jetzt besser ist, lass ich mal dahingestellt und das lässt sich so auch nicht sagen. Denn das ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden, häufig auch branchenabhängig. Während man in einer Anwaltskanzlei oder in einer Bank selten das Du zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten antrifft, ist das in der Werbung- und der Computerbranche weit aus häufiger der Fall.
Das Duzen beruht meistens auf eine gewisse Vertrautheit unter den Gesprächspartnern, während das Sie Abstand bzw. Distanz erzeugt. Diese Distanz kann auch als wohltuend empfunden werden. Beispielsweise habe ich damals das Du zu meinem Vorgesetzten – vor allem am Anfang - eher als unangenehm empfunden.
Nun möchte ich mal die zwei Unternehmens-Philosophien gegenüberstellen.
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Mit Duzen im Unternehmen meine ich, dass zwischen allen das Du gilt, also auch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern.
Sie sehen, jede „Variante“ hat seine Vor- und Nachteile. Wenn Sie im Unternehmen von Sie auf das generelle Du „umstellen“ wollen, gilt es genau abzuwiegen, welche negativen Folgen das haben könnte.
Und weil es auch zum Thema passt: Nicht selten kommt es vor, dass man auf einer Feier, meist unter Einfluss von Alkohol, das Du angeboten bekommt. Sollten Sie es einmal so angeboten bekommen, bleiben Sie am nächsten Tag beim Sie. Erst wenn die Person, die es Ihnen angeboten hat, darauf besteht, können Sie sicher sein, dass sie es bewusst gemacht hat.
Die klassische Lehre in diesem Zusammenhang ist immer noch gültig. Sie besagt: Das Du wird immer vom Ranghöheren dem Rangniedrigeren, vom Älteren dem Jüngeren, von der Dame dem Herrn angeboten.
Spricht man als Erwachsener einen Jugendlichen unter 16 Jahren an, verwendet man üblicherweise das Du.
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