„Glück kann man lernen, seit wann das?“, höre ich Sie schon fragen. Aber lassen Sie mich zuerst erklären. Sicher kennen Sie auch Glückspilze. Das Glück scheint diesen Menschen immer zuzufliegen. Und dann gibt es Menschen, die anscheinend vom Pech verfolgt werden. Wie kann man sich dieses Phänomen erklären?
Richard Wiseman, ein britischer Psychologe hat dazu mal ein Experiment durchgeführt. Über ein Zeitungsinserat hat er Glückspilze und Pechvögel gesucht. Diese hat er dann zu sich ins Testlabor eingeladen und ihnen eine Aufgabe gestellt. Sie bekamen eine Zeitschrift und sollten die Bilder darin zählen.
Mitten in der Zeitschrift stand folgender Satz in Großbuchstaben: „Hören Sie mit dem Zählen auf und melden Sie dem Versuchsleiter, dass Sie diesen Satz entdeckt haben. Dafür erhalten Sie 250 Pfund.“ Und dann das Interessante: Fast alle Personen, die sich als Glückspilze auf das Inserat hin gemeldet haben, haben diese Botschaft entdeckt.
Von den Pechvögeln hat - bis auf wenige Ausnahmen - niemand diese Glücksbotschaft gefunden.
Wiseman hat noch weitere Glücksforschungs-Experimente durchgeführt. Aus seinen Erkenntnissen hat er vier Grundsätze aufgestellt, mit denen auch „vom Pech Verfolgte“ zu Glückspilzen werden können.
Laut Wiseman kann man Glück tatsächlich lernen. Auch das hat er mit einem Experiment belegt.
Die Pechvögel aus seinen Experimenten mussten einen Monat lang nach diesen Glückspilz-Grundsätzen lernen. Und das erstaunliche Resultat: 80% der Pechvögel gaben nach dieser Zeit an, dass sie glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben geworden sind.
Wenn auch Sie sich zu den Pechvögeln zählen oder der Meinung sind, das Glück kommt bei Ihnen etwas zu kurz, dann probieren auch Sie für einen Monat nach diesen vier Glückspilz-Grundsätzen zu leben. Ein Versuch ist es allemal wert!
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