Freunde und optimistische, lebensbejahende Menschen sind eine Bereicherung für unser Leben. Allerdings gibt es manchmal auch Personen im Bekanntenkreis oder im direkten Umfeld, die in uns negative Emotionen hervorrufen, die uns belasten.
Dazu zähle ich insbesondere jene Menschen, die stets negativ denken, alles schlecht machen und an allem etwas auszusetzen haben. Solche Menschen können ihr Umfeld demotivieren und frustrieren, aber uns auch am Fortkommen hindern, wie ich bereits in einem älteren Beitrag geschrieben habe: Hören Sie nicht auf Mistkäfer!
Fakt ist: „Negative“ Menschen können unser Wohlbefinden beeinträchtigen. Deshalb sollte man sich von ihnen nach Möglichkeit fern halten – oder zumindest den Kontakt auf ein erforderliches Minimum einschränken.
Daher kann es hin und wieder sinnvoll sein, den eigenen Bekanntenkreis genauer unter die Lupe zu nehmen und bei Bedarf „auszusortieren“. Das bewirkt in der Regel eine persönliche Erleichterung und damit eine Steigerung des eigenen Wohlbefindens.
Machen Sie sich am besten eine Liste mit den Namen jener Personen, mit denen Sie häufig zu tun haben, die also recht präsent in Ihrem Leben sind. Dann verschaffen Sie sich einen Überblick. Das gelingt beispielsweise mit zwei Leuchtmarkern.
Hierfür gehen Sie die Namen auf Ihrer Liste durch. Hilfreich beim Werten Ihrer Beziehungen zu diesen Personen kann die Frage sein, wie Sie sich nach einem Gespräch, nach verbrachter Zeit mit der entsprechenden Person, fühlen.
Meist gut, geborgen, motiviert, verstanden – oder vielmehr niedergeschlagen, frustriert, angespannt, unsicher, verärgert?
Natürlich hat auch die Beziehung zu einem geliebten Menschen seine Höhen und Tiefen. Jeder Mensch hat schwierige Phasen und wohl auch seine Launen. Aber solche Beziehungen meine ich hier nicht. Auch kann es selbstverständlich sein, dass es einem Menschen schlecht geht und wir nach einem Treffen/Gespräch mit ihm niedergeschlagen sind.
Im Zusammenhang mit dem Bekanntenkreis aussortieren bzw. den Kontakt einschränken meine ich aber explizit Personen, die permanent negativ sind, weil sie etwa vom Charakter, von der Persönlichkeit so sind und das Menschen in ihrem Umfeld spüren lassen.
Markieren Sie also alle bereichernden Beziehungen, beispielsweise mit grüner Farbe. Das sind die wertvollen Schätze in Ihrem Bekanntenkreis, in Ihrem Leben. Den Kontakt mit diesen Personen gilt es wertzuschätzen und zu pflegen.
„Neutrale“ Beziehungen werden nicht markiert. Die Namen der „negativen Bekannten“ werden in einer anderen Farbe markiert.
Nun sehen Sie mit einem Blick die
Machen Sie sich darüber Gedanken, auf welche Art und Weise Sie den Kontakt, der bei Ihnen negative Emotionen hervorruft, beenden oder soweit möglich einschränken können.
Das ist in vielen Fällen nicht ganz einfach. Schließlich möchte man niemanden verletzen, und oftmals ist eine vollständige Beendigung des Verhältnisses nicht möglich, z. B. wenn es sich bei der unliebsamen Person um einen Nachbarn oder Verwandten handelt.
Versuchen Sie in diesem Fall, zumindest die Kommunikation mit dem betreffenden Menschen zu reduzieren und auf Distanz zu gehen. Ist das Verhältnis zu einer solchen negativen Person ohnehin nicht besonders eng, dann fällt es in der Regel leicht, sich von dieser Person zu trennen.
Verzichten Sie in Zukunft darauf, die Pessimisten zu sich nach Hause einzuladen. Erhalten Sie selbst eine Einladung, dann entschuldigen Sie sich höflich dafür, dass Sie nicht kommen können. Wenn die gegenseitigen Besuche ausbleiben, wird die Beziehung ohnehin im Laufe der Zeit erlahmen und Sie haben Ihre Ruhe. Halten Sie unerwünschten Telefonate und Gespräche kurz. Der Gesprächspartner wird schnell merken, dass Sie an einen weiteren Kontakt kein Interesse hegen.
Während Sie im privaten Bereich mehr oder weniger selbst bestimmen können, mit welchen Menschen Sie sich umgeben, gestaltet sich das Aussortieren am Arbeitsplatz etwas komplizierter. Schließlich kann man sich selten aussuchen, mit wem man zusammenarbeitet und mit wem nicht. Es steht Ihnen jedoch sehr wohl frei, darüber zu entscheiden, mit welcher Person Sie beispielsweise zu Mittag essen oder Ihre Pausen verbringen.
Man sollte sich bewusst machen, dass belastende Beziehungen einem Energie und Kraft kosten und damit auch Einfluss auf die eigene Lebensqualität haben können.
Es ist allerdings alles andere als einfach, belastende Verhältnisse – ob im geschäftlichen oder privaten Bereich – zu beenden. Vielleicht manchmal auch gar nicht möglich. Aber es muss ja nicht gleich von heute auf morgen geschehen. Eine Reduzierung des Kontakts auf ein erforderliches Minimum lässt sich schon leichter umsetzen und sollte im Interesse des eigenen Wohlergehens angestrebt werden.
Zum Weiterlesen:
Sehr geehrter Herr Heidenberger, Danke für Ihre Antwort, aber Sie überzeugt mich nicht.
Woran machen Sie das denn fest, ob jemand „stets negativ denkt …“? Wieviele Tage, Wochen oder Monate an depressiver Phase billigen Sie Ihren Bekannten denn zu? Und was heißt eigentlich „ALLES schlecht machen“? So etwas sagt sich so leicht.
Das Ganze ist doch ein künstliches Konstrukt. Die Sonnyboys dieser Welt sollen bitte froh sein, dass es ihnen gut geht, so lange es ihnen gut geht, und sich nicht über die erheben, denen es im Moment nicht so gut geht, warum auch immer. Und sollen lieber versuchen, sie aufzubauen, ihnen zu helfen, anstatt sie mit einem Negativetikett zu bekleben und noch weiter nach unten zu drücken.
Wie wäre es, wenn Sie mit ihrer Seite dabei mithelfen würden, eine Entwicklung in eine Zukunft zu fördern, in der die Menschen sich gegenseitig aufbauen und helfen, anstatt zu polarisieren in gut und böse, gut und schlecht, positiv und negativ? Das alles sind doch Bilder, die mit Aufklärung und einem optimistischen Weltbild nichts zu tun haben.
Herr Heidenberger,
ich gebe Ihnen vollkommen recht. Ein gesunder Geist indes trennt sich automatisch von schlechten Einflüssen, sprich Personen, die DAUERND das Negative transportieren. Ich kenne da schon ein paar Kandidaten, die mir aus der Ferne lieber sind und ich diesen Zustand, auch unterbewusst herbeigeführt habe.
Geht es meinen Freunden schlecht, stehe ich zu ihnen und helfe wo es geht.
Mein Ar…ch-Radar funktioniert relativ gut. Dennoch gebe ich jedem Gespräch und Gehör. Sollte sich mein Bauchgefühl bestätigen, habe ich auch schon einfach meinen Platz gewechselt. So frei darf ich sein und sollte das Egozentrik sein, ist diese wohl eine Tugend.
Ach ja, Lothar, genau diese zwei Postings haben Ihnen bereits ein bestimmtes Etikett aufgedrückt. Das kriegen Sie nicht mehr los. Genau das Negative, was grade noch aus den Beiträgen herauszufiltern war, haben Sie zum Anlass Ihrer Vorwürfe gemacht. Also, wir würden auch nicht lange glücklich miteinander sein.
Schenken Sie sich Ihre Antwort, ich entferne mich bereits…
Gruß Antilothar – ein wahrer Optimist
Über Ihren Ratschlag, „negative“ Bekannte aufzulisten und auszusortieren, bin ich entsetzt. Das ist Egozentrismus pur. Die Vorstellung, es gäbe „negative Menschen“, hat etwas Faschistoides. Menschen sind nicht in Stein gemeißelt und jeder kann mal eine schlechte, depressive Phase haben. Da braucht es Freunde, die das mit einem durchstehen, die einen unterstützen, wieder nach oben zu kommen, anstatt sich einfach abzuwenden.
Nun sehe ich mit Abscheu, wes´Geistes Kind Sie sind.