Aufschieberitis (Prokrastination) oder der Sieg über den Schweinehund

Aufschub heißt der Dieb der Zeit
Edward Young (engl. Dichter, 1683-1765)

Die so genannte Aufschieberitis – man spricht auch von Prokrastination – zählt zu den größten Verschwendungsmechanismen in einem Unternehmen. Aus dem Aufschieben resultieren häufig auch Überstunden. Aufschieben hat nicht nur wesentliche Nachteile für das Unternehmen, sondern auch für die einzelne Person.

Denn jede aufgeschobene Aufgabe nistet sich in unserem Hinterkopf ein und führt häufig zu psychischer Belastung, Frustration und Demotivation. Auf in den Kampf gegen das Aufschieben!

Hier ein paar Motivations-Methoden, mit denen Sie Ihren Schweinehund überwinden und die Aufschieberitis (Prokrastination) besiegen können:

Versprechen

Versprechen Sie einem Bekannten beispielsweise das Mittagessen zu zahlen, wenn Sie bis Mittag eine bestimmte Aufgabe, die Sie schon lange aufgeschoben haben, nicht erledigt haben. Um das Mittagessen nicht zahlen zu müssen, werden Sie die Aufgabe auch angehen.

Kleinster Teilschritt

Überlegen Sie sich den allerkleinsten Teilschritt für Ihre Aufgabe und erledigen Sie ihn. Nehmen Sie sich zunächst nur vor, diese eine kleine Aufgabe zu erledigen. Damit ist der erste Schritt getan, der oft so schwierig ist. Meist können wir dann auch ohne Probleme weitermachen. Oft schieben wir eine Aufgabe nur deshalb vor uns her, weil sie uns zu groß erscheint.

Belohnung setzen

Manchmal fehlt uns einfach die Motivation für die Erledigung einer Aufgabe; deshalb müssen wir uns eine Motivation schaffen. Setzen Sie sich für Aufgaben, die Sie am liebsten wieder verschieben möchten, eine tolle Belohnung, bei der die Vorfreude größer ist als die Gründe, die Aufgabe weiter aufzuschieben.

5-Minuten-Technik

Beginnen Sie eine Aufgabe und arbeiten Sie konzentriert genau 5 Minuten daran, mit der Option, nach Ablauf dieser 5 Minuten die Aufgabe wieder zu lassen. Der “Trick” dabei: Wenn man einmal dabei ist, setzt man die Erledigung auch fort.

Countdown

Setzen Sie einen Zeitpunkt fest, zu dem Sie pünktlich auf die Sekunde die Aufgabe angehen (eventuell unter Zuhilfenahme eines Weckers).

Die Konsequenzen bewusst machen

Machen Sie sich die Konsequenzen bewusst, d. h., machen Sie sich klar, welche Folgen es haben kann, wenn Sie die Ihnen übertragenen Aufgaben immer wieder aufschieben. Was wird Ihr Chef bzw. Ihr Auftraggeber von Ihnen denken? Fragen Sie sich bewusst bei jeder aufgeschobenen Aufgabe, welche Nachteile sich daraus für Sie ergeben können.

Beginnen Sie mit der unangenehmen Aufgabe

Beginnen Sie gleich zu Arbeitsbeginn mit der unangenehmsten Aufgabe. Am Morgen haben Sie noch am meisten Energie und Elan. In einer solchen Hochphase lassen sich auch schwierige Arbeiten konzentrierter und einfacher erledigen.

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