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Nein-Sagen

Das Wörtchen "nein" steht ganz vorn unter den Waffen gegen Zeitfresser
Claus Gaedemann (geb. 1928, dt. Schriftsteller)

Ich habe vor einigen Jahren in einer größeren Firma gearbeitet. Dort hatte eine neue Bürokraft begonnen. Diese war auch sehr kompetent und fleißig. Eine Bitte oder einen Gefallen abschlagen konnte sie hingegen nicht. So bekam sie von den Kollegen auch immer wieder Arbeit zugeschoben, auch weil sie diese immer verlässlich erledigt hat. Durch das Übernehmen von Arbeit, für die sie eigentlich gar nicht zuständig war, kam sie immer mehr in Stress. Wer in Stress ist, macht auch mehr Fehler. Als ihr nach mehreren kleineren Fehlern ein großer unterlaufen war, wurde sie zum Geschäftsführer zitiert und bekam eine Rüge. Dadurch war sie noch mehr unter Druck. Schließlich hat sie selber gekündigt, obwohl ihr die Arbeit an sich sehr gut gefallen hat.

Mit dieser Begebenheit möchte ich Ihnen aufzeigen, dass es auch sehr wichtig ist, dass man "Nein" sagen kann. Natürlich kommt es auch darauf an, wer von Ihnen etwas fordert. Man muss den Chef oder den Kollegen ja nicht gleich ein lautes "Nein" ins Gesicht knallen. Hierzu gibt es diplomatischere Möglichkeiten.

Lernen Sie höflich aber bestimmt Nein zu sagen!

Wenn es Ihnen schwer fällt, Bitten abzulehnen, bestimmen Sie selbst, wann Sie diese erledigen: "Ich kann das machen, aber erst am …!"

"Ich werde es erledigen, habe aber morgen einen Abgabetermin, den ich unbedingt einhalten muss. Rufen Sie mich bitte nochmals in drei Tagen an!"

Mein Tipp:

Überlegen Sie sich drei "Ausreden", von der Sie eine verwenden, wenn das nächste Mal jemand mit einer Arbeit zu Ihnen kommt, für die Sie eigentlich gar nicht zuständig sind. Es geht einfach darum, dass Sie nicht sofort Ja sagen, dass Sie sich sträuben, und die Person wird sich das nächste Mal sicher zweimal überlegen, ob sie Ihnen Arbeit zuschiebt.

Manche Menschen sind meist aufgrund der erhofften Anerkennung bemüht, anderen Menschen keinen Wunsch abzuschlagen. Aber es ist eher so, dass man genau von diesen Menschen wenig Anerkennung bekommt. Setzt man sich aber gegen unberechtigte Forderungen zur Wehr, erzielt man Anerkennung und Respekt gegenüber anderen.

 

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