In vielen Artikeln zum Thema Stress tauchen die Begriffe Disstress und Eustress auf. Was kann man sich nun darunter vorstellen?
Stress wird häufig als etwas Negatives betrachtet, was eliminiert oder verringert werden muss. Es zeigt sich, dass Stress auf zwei Arten (Disstress und Eustress) betrachtet werden kann:
Disstress (lat. dis = schlecht, wie Disharmonie, Dissonanz, Diskrepanz): bezeichnet die allgemeinen, von außen kommenden negativen Einflüsse auf das Individuum wie z.B. Lärm, Telefonklingeln, ungewollte Forderungen von Personen und den daraus resultierenden Zustand wie z.B. Unruhe, Herzklopfen, Wut. Disstress bezeichnet aber auch die von innen kommenden Einflüsse auf die Psyche des Individuums wie z.B. Grübeln, sich Antreiben und den daraus resultierenden Zustand wie z.B. Gereiztheit, Schuldgefühle, Angst.
Bei Disstress erlebt man die Anforderung bzw. die Situation als unangenehm, belastend. Man fühlt sich überfordert. Man glaubt, die Aufgabe nicht erfolgreich bewältigen zu können. Man fühlt sich als Opfer dieser Situation.
Eustress (lat. eu = gut, wie Euphorie, Euphonie): ist die treibende Kraft, z.B. bei einer anstrengenden Bergwanderung, die einen doch noch mit Blasen an den Füßen glücklich in der Hütte ankommen lässt. Eustress wirkt motivierend und treibt einem zu Höchstleistungen an. Eustress hat konstruktive Aspekte und mobilisiert uns zu kreativen und produktiven Aktivitäten. Eustress lässt einem die Anforderung bzw. Situation als Herausforderung erleben, der man sich gerne stellt. Man hält sich für kompetent genug, die Situation zu meistern.
Beide Formen von Stress sind längerfristig ungesund für uns.
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